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  Lkw-Dieselmotor



Der Motor des Lkw ist der Klassiker unter den Fahrzeug-Dieselmotoren. Erst daraus wurde dann der für den Pkw entwickelt. Taucht die Frage auf, was denn eigentlich den Lkw- vom Pkw-Dieselmotor unterscheidet. Heute eher weniger, früher deutlich mehr, wie das Bild oben zeigt. Der Unterschied in der Schwere der Bauart ist natürlich geblieben.


Jetzt schauen sie sich nur einmal das Pleuel für einen MAN-Motor an. Sie können zwar dessen Größe so nicht recht einschätzen, aber schon den Unterschied zu einem vergleichsweise kleinen Pleuel eines Pkw-Motors erahnen. Die Schräge im großen Pleuelauge rechts ist oft nicht nur dem Einsatz in einem V-Motor geschuldet, sondern nicht selten auch, weil es so stark dimensioniert ist, dass es beim Ausbau sonst nicht durch den Zylinder passen würde. Besonders beim Lkw-Dieselmotor geht es um eine extra stabile Bauart.


Natürlich gibt es Dieselmotoren in V-Ausführung ab 8 Zylinder. Oben der Zylinderblock von einem V-12. Allerdings für der Lkw-Bereich scheint der V-Motor auf dem Rückzug zu sein. Als eine der letzten Firmen hat Daimler den V-6 auf Reihenmotoren umgestellt. Und der V-8 hat sich im Verkauf nicht bewährt. Hier hat MAN eine Schlappe erlitten. Spediteure sind der Meinung, dass der große Sechszylinder inzwischen fast das gleiche leisten kann für weniger Gestehungs- und Spritkosten.


Komplizierter auch als beim Pkw-Motor kann der Kolben eines modernen Sechszylinder-Reihenmotors sein, obwohl er diesem viel mehr ähnelt als früher. Wer hätte je gedacht, dass ein Lkw-Motor zwei obenliegende Nockenwellen bekäme. Auch von der Pumpedüse hat er sich getrennt und betreibt nun seine Gemischaufbereitung mit Common-Rail, zu allerdings etwas geringeren Drücken.


An der Zylinderlaufbuchse tritt der Unterschied zum Pkw-Motor wieder zutage, bei dem die höchstens eingegossen ist. Hier handelt es sich um eine Nasslaufbuchse. Denn dieser Sechszylinder von MAN ist auf eine Gesamtlaufleistung von 1,5 Mio. km konzipiert. Das gilt dann allerdings nicht für die Kolben/Zylinder-Einheit, die relativ leicht, nicht selten sogar ohne Motorausbau ausgetauscht werden kann.


Über Aufladung verfügte der Lkw-Diesel in der Geschichte sogar noch etwas früher als der im Pkw. Der hier vorgestellte D2066 hat 10,5 Liter Gesamthubraum, 199 kW (270 PS) bei 1900/min und 1250-2100 Nm Drehmoment bei 1000-1400/min. Solche Motoren glänzen nicht unbedingt durch Leistung, sondern durch Drehmoment. Dort, wo es hoch ist, werden sie auch meistens betrieben, nicht weit von der Leerlaufdrehzahl eines Pkw-Motors entfernt.


Wenden wir uns dem etwas älteren Motor im Bild ganz oben zu. Allen Lkw-Motoren ist der große Ölvorrat eigen. Das sind dann so mal eben 40 Liter. Dafür war aber auch der Lkw der erste mit Wechselintervallen bis 100.000 km. Natürlich ist auch der Bedarf an Kühlmittel entsprechend größer.


Hier sehen Sie noch eine Besonderheit, die es bei Pkw-Motor so nicht gibt, nämlich eine untenliegende Nockenwelle, die über Stößelstangen und Kipphebel vier Ventile bedient. Typisch für die älteren OHV-Motoren sind die einzelnen Zylinderköpfe. Heute muss ein durchgehender Kopf mit der Dichtigkeit zu den Nasslaufbuchsen fertig werden.


Große Unterschiede bei der Kühlung der Ladeluft. Während die beim Pkw inzwischen durch Kühlmittel unmittelbar am Motor erfolgt, leitet man sie beim Lkw in riesigen Rohren durch einen ganz vorne angeordneten Luft-Luft-Kühler. Umgekehrt ufert das System mehrerer und z.T. hintereinander geschalteter Lader beim Pkw viel mehr aus.









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