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Wer ist schuld? (2)


Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen erzählt.


kfz-tech.de/YSD3

In 'Wer ist schuld? (1)' haben wir vorsichtig begonnen, das Thema anzureißen, aber jetzt soll es doch noch ein wenig mehr zur Sache gehen. Es gibt nämlich ernst zu nehmendere Probleme als in jenem Kapitel erwähnt. Hier z.B. geht es um Kosten.

Wir bleiben diesmal im Gegensatz zum oben erwähnten Kapitel bei einem Thema und beginnen mit einem der umstrittensten Features im Auto, nämlich dem Fehlerspeicher. Sie merken schon, jetzt sind wir mitten in dem Bereich Software, aber besonders erfreulich ist es dort nicht.

Als der vor sehr vielen Jahren eingeführt wurde, was haben wir uns nicht alles von dem versprochen. Der/die Kfz-Mechatroniker/in kann sozusagen Mittagsschlaf halten, wenn man mit diesem Teil direkt auch noch eine Bestellung gekoppelt wird.

Dann, im halbwachen Zustand, baut er/sie das Teil aus, dass so ähnlich aussieht. Wenn er es nicht genau weiß, was er da aus- und einbauen soll, hilft ihm ein Monitor oder jene Zauberbrille, mit der fast alles gelingt, was vorher mühevoll war.

Ein(e) glückliche/r Kunde/in zahlt anschließend exakt nur das, was wirklich defekt war und erneuert werden musste und kommt auch gerne wieder. Ha, ha, ha. Und wie sieht die Wirklichkeit aus? Man erhält durch den Fehlerspeicher eine bunte Reihe von Teilen oder auch nur Hinweisen.

Wehe, die Werkstatt tauscht auch nur annähernd aus, was da notiert ist. Noch schlimmer sind Heimwerker, die auch noch versuchen, diese Teile gebraucht und günstiger zu ergattern. Dann freut sich der Fehlerspeicher, weil er noch mehr anzeigen kann.

Wenn da also nicht mit gutem Fachwissen und ebensolcher Erfahrung vorgegangen wird, ist das Ergebnis eine zu zahlende Rechnung über Neuteile und deren Einbau, die leider nicht zielführend waren. Im schlimmsten Fall wird das Fahrzeug aus der Werkstatt heraus zum/r Kunden/in geschleppt.

Das hätte früher keine Werkstatt so auf sich sitzen lassen. Inzwischen können sich die kleineren, freien Werkstätten mit Personal, was mehr an einer echten Fehlersuche interessiert ist, vor dem Ansturm aus der Garantie gefallener Fahrzeuge kaum retten.

Wenn das so weiter geht auch mit Stunden-Verrechnungssätzen teilweise an die 200 Euro, dann wird das herbe Rückschläge für markengebundenen Werkstätten geben und dann doch irgendwann einmal die Hersteller aufwachen lassen.

Von einem Fehlerspeicher, besser gesagt von dem zugehörigen Fehlerermittler, muss man verlangen können, dass er zwischen Erzeuger des Signals, Übermittler, darunter natürlich auch Kabel bzw. Lichtleiter und auch Empfänger desselben unterscheiden kann.

Und sich dann natürlich so weit wie möglich mit den Funktionen auskennt, dass er zwischen Ursache und Folgewirkungen klar unterscheiden kann. Und dass selbstverständlich bei jeder Neuerung im Werk die Arbeit des Fehlerspeichers gleich mitgedacht wird.

Und von dem/der normalen Autofahrer/in muss man erwarten, dass er/sie nicht blindlings auf jede Zuckung des Speichers hereinfällt. Die Fahrt auch in die Markenwerkstatt muss sich wieder lohnen, weil sie direkter auf den Fehler zusteuert und damit Kosten und Umwege spart.







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