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Was bedeutet 'softwarebasiert'? (3)


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Die Automobilhersteller saugen im Moment viel ab von der Industrie, die Software professionell bearbeitet. Ist sie dafür gewappnet? Natürlich nicht. Woran liegt es? Wenn sie noch sehr in der Tradition gefangen ist, kommt sie vermutlich von der Entwicklung her auf den Punkt nicht los.

Das ist der Beginn der Serienproduktion. Da muss alles stimmen. Bis dahin müssen auch möglichst alle Kritiken am bisherigen System ausgeräumt sein. Denn mit der zunehmenden Serie multiplizieren sich Fehler und sind auch nur durch teure Rückrufe wieder einzufangen.

Jetzt könnte man so boshaft sein und sagen, die OEMs würden teilweise nicht fertig entwickelte Fahrzeuge auf den Markt bringen und die Kunden/innen zu Ende testen lassen. Gerade mit der Zunahme an Software im Auto wäre das relativ einfach und über OTA korrigierbar.

Ob das wirklich so gehandhabt wird, wir haben unsere Zweifel. Zu sehr halten sich Fehler in der Öffentlichkeit, was man z.B. an VW sehen kann, die bis heute Bemerkungen kassieren müssen über ihre Software- Fehler bei der Einführung des ID.3.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Präsentation des ersten Golf des gleichen Herstellers. Professor Fiala beschreibt in seinem Buch, was alles sogar an dem Karosserie-Entwurf von Giugiaro im letzten halben Jahr vor Produktionsbeginn hinzugefügt wurde.

Schon damals wusste man, wie wichtig dieses Modell für VW sein würde. Ja, Design mag immer noch wichtig für die Kaufentscheidung sein, aber es wird mehr und mehr von der innewohnenden Software abgelöst. Und dieser Trend scheint von China aus zu uns hinüber zu schwappen.

Vielleicht hat man damit die Jüngeren etwas zu sehr im Blick, die sich das neue Auto ja heutzutage noch nicht einmal verdienen müssen, denn immerhin blüht mehr und mehr das Privat-Leasing, das oft genug auch noch nicht ganz so öffentliche Preisrücknahmen der Hersteller ermöglicht.

Spätestens an dieser Stelle müssen wir die erste kleine Unterscheidung treffen, nämlich die Avanced Driver Avanced Systems auf der einen und des Infotainments auf der anderen Seite. Für beide fällt die Notwendigkeit unterschiedlich aus.

Ältere Leute neigen unserer Meinung nach vielleicht eher dazu, letztere Software nicht zu benötigen. Aber es könnte sein, dass man sich bei der Entwicklung des Softwarebasierten Autos mehr auf Jüngere stützt, die Zukunft sozusagen.

Dann dürfte man aber eigentlich das Logo in letzter Zeit nicht so sehr betonen, den die Markentreue lässt immer mehr nach. Vielleicht als Umkehr dieses Trends versuchen die OEMs, ihre Marke auch in der Software verstärkt sichtbar zu machen.

Professionelle Programmierer raten eher dazu, im Bereich Infotainment das Rad nicht unbedingt neu zu erfinden. Es existieren so erprobte Lösungen, dass man im Wettbewerb nur zweiter Sieger werden kann. Macht das die Hersteller von SDVs vielleicht zu abhängig?

Das Video oben führt einen gewesenen und einen aktuellen Entwickler von Software zusammen. Es ist wirklich sehenswert, weil es sowohl die Probleme bei der Entwicklung von Software speziell hierzulande, aber auch deren enorme Möglichkeiten und Unbedingtheit aufzeigt.

Deutsche Untertitel möglich . . .









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