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Softwarebasiert 3



Wie hat sich das eigentlich geändert, wo doch Autos generell mehr hardwarebasiert waren. Schauen Sie einmal die Behebung eines schweren Unfalls an. Mit Kräften im Tonnenbereich musste und muss dann an der Karosserie gezerrt werden, um sie wieder gerade zu kriegen.

Und das, obwohl danach noch zahlreiche Teile ersetzt werden müssen, an denen man gerade noch gezogen hat. Da kann Software wahrlich nicht helfen, auch kein Spezialtool vom Werk, das die Dinge direkt in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Man darf gespannt sein, wie sich Elon Musks komplett in einem Stück gefertigtes Chassis im Hinblick auf Behebung von Unfallschäden verhält. Vielleicht ist der Mann zu sehr von Software-Lösungen infiziert, dass er an die kleineren, aber wichtigeren Forderungen nicht gedacht hat.

So ein wenig typisch für die Software, dass gewisse Schwächen erst in der massenhaften Erprobung auftauchen. Also, wenn man das Auto wirklich als Teil der Hardware ansieht, wann hat denn vielleicht zum ersten Mal die Software hier Einzug gehalten?

Jetzt muss man zwischen Elektronik und Software unterscheiden. Letztere braucht eine Art Prozessor. So ist die erste Serie der Benzineinspritzung der Elektronik zuzuordnen. Da wurden Eingaben direkt so verarbeitet, dass dabei sofort eine Einspritzzeit herauskam.

Erst die zweite Generation hatte einen Mikroprozessor. Aber auch diese Technik würden wir noch nicht dem Thema 'Softwarebasiertes Auto' zuordnen. Wir würden lieber beim Turbolader mit elektrisch veränderbarem Ladedruck beginnen.

Bedenken Sie nur, wie Hersteller heute aus einem Verbrennungsmotor mehrere machen, indem sie den Ladedruck entsprechend anders steuern. Natürlich geht das nicht unbegrenzt und braucht dann bisweilen Verstärkung bestimmter Bauteile.

Aber hier sind doch wesentliche Bestandteile der Software-Orientierung enthalten. Dem OEM wird das Skalieren ermöglicht. Während er früher Motoren mit verschiedenen Hubräumen mit zusätzlichen Änderungen und Tests anbot, dreht er jetzt einfach an der Regelung.

Gerade kommen (leider) die Hybride wieder auf. Da versucht man, zumindest zwei oder drei Verbrenner anzubieten und nur einen vorhalten zu müssen. Wer weiß, wie lange der Boom noch anhält. Entwicklungen weiterer Motoren dieser Art könnten ihre Kosten nicht mehr hereinholen.

Verrückt, aber das gibt es schon: Sie kaufen sich höhere Leistung nicht nur dauerhaft oder für den Urlaub (Bild oben). Fast noch verrückter: Sie geben die Mehrleistung nach dem Urlaub wieder zurück. Und das betrifft nicht nur die Leistung, auch andere Annehmlichkeiten sind möglich.

Aber wie fast alle tollen Ideen hat diese doch noch einen Haken. Denn irgendwie braucht das Auto für mehr Angebote von Software auch mehr Hardware, was im Zweifelsfall auch einen stärkeren Rechner bedeuten kann.

Und die muss dann jedem Fahrzeug mitgegeben werden, egal ob irgendwann von Nutzen oder nicht. Bedeutet: Der Hersteller muss gut abschätzen können, ob von seinen Angeboten auch Gebrauch gemacht werden wird, sonst bleibt er auf seinen höheren Herstellungskosten sitzen.

Neu ist, dass eine Kooperation mit dem/der Fahrer/in es möglich macht, dessen/deren Meinung sofort nach der Nutzung zu erfahren.







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