KI-Zukunft 2

kfz-tech.de/YSD32
Hier jetzt der Versuch, uns mehr den Leuten zuzuwenden, die auch die neusten Entwicklungen von KIs im Blick haben, sich dabei auch noch mit der Zukunft von KI befassen. Das scheint übrigens an dem
Thema das schwierigste überhaupt zu sein.
Dies hat etwas mit der sogenannten progressiven Steigerung zu tun, die in unser menschliches Gehirn nicht so recht hineinpassen will. Und wenn man das durch eine logarithmische Skalierung im Diagramm
zu lösen versucht, wird es auch nicht besser.
Dann entsteht nämlich eine Gerade, aber das verschleiert ja noch mehr. Professionelle Erklärer benutzen den Begriff: 'Verdoppelung'. Stellen Sie sich also vor auf einen km folgen zwei, dann vier und acht usw.
Wo sind Sie dann bei 20 Verdoppelungen?
Sie greifen vermutlich zu kurz, denn wir sind schon weit über den Mond hinaus, hätten den schon nach 19 Verdoppelungen mehr als erreicht. Noch mehr Irrtümer entstehen, wenn Sie die 20 Verdoppelungen
vorgeben. Dann geben die Leute vielleicht 1.000 km, aber eben nicht über 400.000 km an.
Das ist das Dilemma der KI, dass sie sich rasanter als durch das menschliche Gehirn erfassbar entwickelt. Und dann sind da noch Leute, die glauben, dass Texte, Bilder und Videos den gesamten
menschlichen Erfahrungshorizont abbilden.
Zusätzlich jene, wie im vorigen Kapitel beschrieben, die daran nicht glauben, aber gleichzeitig der KI keine weiteren Fähigkeiten zubilligen und deshalb argumentieren, sie würde keine Gefahr z.B. für die
arbeitenden Menschen darstellen.
Tut sie aber doch, wenn man uns prophezeit, wie schnell eine KI etwas erledigt, wofür auch mehr als ein(e) Mitarbeiter/in z.B. ein Jahr braucht. Es sind heute schon Firmen denkbar, die im Prinzip nur aus
einem Chef und KI-Agenten bestehen, z.B. in der Steuerberatung, wenn juristisch zulässig.
Wir erleben ja am eigenen Leib, wie uns KI tagtäglich hilft. Allerdings kann sie auch vieles durcheinander bringen. Im Studium der Informatik z.B. Professor Bauckhage (Video unten) berichtet, dass er im
letzten Semester für die Erledigung der Aufgaben auch die KI erlaubt hat und die auch genutzt wird.
Ergebnis: Alle Aufgaben werden richtig gelöst, es gibt im Grunde nichts mehr für ihn und seine Kollegen zu korrigieren. Allerdings fallen die Klausuren deutlich schlechter aus. Es steht zu befürchten, dass die
Studenten/innen nicht immer wissen, was die KI da getan hat.
Informatik-Professor Bauckhage ist die Verzweiflung nach der Freigabe von KI schon fast ins Gesicht geschrieben. Studenten dürfen sich bei Hausarbeiten von KI helfen lassen. Lohnt es sich dann noch, die zu
überprüfen?
Bei Klausuren schneiden die Studenten/innen deutlich schlechter ab. Wie kann es überhaupt noch sinnvolle Examen zum Bachelor oder Master geben? Wie viele Absolventen/innen werden überhaupt noch
gebraucht? Wie wird künftig promoviert?
Reicht es denn nicht, wenn eine Aufgabe erfüllt wurde und die Antwort in Tests ihren Zweck erfüllt? Bauckhage meint mit recht, nein. Sehen Sie sich an, wie bemerkenswert er am Ende die Aufgabe z.B. eines/einer
Programmierers/in beschreibt, wie er ihn/sie sich vorstellt.
|