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API-Zugang gesperrt 1



Die Schlagzeile: VW sperrt API für externe Ladesteuerung. Warum macht VW das, will man damit mehr Geld verdienen? Was bedeuten überhaupt die drei Buchstaben 'API'? Also vorweg: Es ist die Abkürzung 'Application Programming Interface'.

Und vielleicht, bevor wir dieses System erklären, beschäftigen wir uns mit den Folgen dieser Abschaltung. Wichtig zu wissen, es sind keine Freaks, die sich jetzt beschweren, keine Leute, die ständig an ihrem Auto herumbasteln, um mehr aus ihm herauszuholen.

Sie haben einfach nur Arbeit in Software, Automatisierung und Energiemanagement gesteckt, die nun teilweise oder vollständig ihre Grundlage verliert. Das kann eine PV-Anlage auf dem Dach, eine spezielle Wallbox sein.

Es könnte auch ein Electric Vehicle Charge Controller für das intelligente Laden von Elektrofahrzeugen betroffen sein, um den Nutzern den Ladeprozess an der Wallbox zu steuern, von einer aktiven Community als Open-Source-Projekt entwickelt.

Es kann sich aber auch um einen Home Assistant handeln, der als zentrales Steuerungssystem mit viel Liebe der häuslichen Situation angepasst wurde, ebenfalls eine quelloffene und kostenlose Software mit einem breiten Spektrum Geräteunterstützung.

Beginnen wir mit dem Auslesen des Batteriestands (SoC). Es gab die Möglichkeit, diesen über den VW-Server und den EVCC/Home Assistenten zu erfahren. Dazu war kein Dongle nötig, es funktionierte weltweit und auch, wenn das Auto 50 km weit weg stand.

Viel größer dürfte der Verlust durch Abschaltung der API bei der nun nicht mehr funktionierenden Steuerung eines Ladevorgangs aus dem Haus heraus sein, z.B. wenn die PV-Anlage gerade einen Überschuss liefert, aber kein Heimspeicher mehr frei ist.

Gehen wir von einem intelligenten Zähler oder entsprechender Software aus, dann kann ohne API vom Haus aus jedenfalls nicht mehr das Laden bei günstigen Stromtarifen gestartet oder bei ungünstigen gestoppt werden.

Besonders schlimm ist, dass keine Ladung bis zu einem bestimmten, festlegbaren Prozentsatz mehr möglich sein soll. Beginn und Ende des Ladens könnte auch noch von einer intelligenten Wallbox übernommen werden, aber prozentgenaues Beenden dürfte schwieriger sein.

Natürlich kann man im Auto z.B. weiterhin eine Vorklimatisierung einstellen. Aber aus der Ferne dürfte das ohne API stark erschwert bis unmöglich werden. Auch den Status des Fahrzeugs wird man von außerhalb so einfach nicht mehr erfahren können.

Das Hauptproblem scheint nicht zu sein, dass man das Laden von außerhalb nicht mehr steuern kann, sondern das Fahrzeug nicht mehr ein vollständig integrierter Bestandteil eines einstmals kompletten Energiesystem ist.

Vielleicht trifft die Besitzer derzeitiger Fahrzeuge noch schlimmer die Sorge, was ein Hersteller einfach so mit einem Federstrich über OTA mit dem eigenen Fahrzeug machen kann. Bei Tesla war das mal eben die deutliche Begrenzung der Ladekapazität bzw. der Reichweite.







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