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 Autonomes Fahren 1



Der Zusammenhang zwischen Autonomem Fahren und der E-Mobilität erschließt sich nicht unbedingt auf den ersten Blick. Warum soll ein Verbrenner nicht auch autonom fahren können? Immerhin ist man mit Automatik nicht so ganz weit weg vom One-Pedal-Driving. Und die Bremse muss auch ein autonom fahrendes Auto zur Not bedienen können.

Aus Sicht des Einsatzes von Computern ist für das Autonome Fahren ein wesentlich stärkerer Einsatz von solchen Rechnern bzw. von Rechenleistung nötig als zum Betrieb eines E-Autos, vielleicht sogar noch mehr als bei diesem mit einem modernen Verbrenner.

Aber es ist halt so, reine Verbrenner sind im Zusammenhang mit Tests zum Autonomen Fahren nicht bekannt, allenfalls noch Plug-In-Hybride. So nehmen wir das Zusammentreffen mit der E-Mobilität zur Kenntnis, ohne die Gründe dafür ausmachen zu können. Allerdings lassen wir ab jetzt die E-Mobilität so gut es geht beiseite, denn für die Computer-Technik ist das Autonome Fahren wesentlich interessanter.

Nun ist es sehr die Frage, ob diese Technik sich in zwei oder drei Bereiche gliedert. Grundsätzlich kann so ein Auto natürlich über die Sensorik zu sehen versuchen, womit aber bei weitem nicht nur Kameras gemeint sind. Vielleicht muss man irgendwann oder auch schon jetzt das Hören und noch andere Wahrnehmungen mit hinzunehmen.

Davon grenzen sich alle Informationen ab, die entweder durch das Auto selbst, die damit verbundene Cloud oder andere Verbünde greifbar sind. Dazu gesellen sich fast jedes Jahr mehr, einschließlich anderer Verkehrsteilnehmer, Ampeln oder zentrale Stellen zur Lenkung des Verkehrs, um nur eine kleine Auswahl vorzustellen.

Dieser zweite Ansatz verdient noch ein paar Worte, weil er fast unschlagbar ist, denn er kann die Art Echtzeit des ersten garantieren. Vielleicht macht er eines Tages sogar die Zentrale für die Regelung von Verkehrsproblemen überflüssig. Aber dafür müssten alle Fahrzeuge, egal welcher Marke, über das gleiche System miteinander verbunden sein.

Dann gibt es da noch ein Art Mapping, hochgenaue Karten, die es z.B. erlauben, schon vor dem Sichtbarwerden einer Begrenzung der Geschwindigkeit auf diese langsam herab zu regeln. Daran merkt man meistens, dass ein solches System mitbenutzt wird. Zu seiner rechtzeitigen Auffrischung im Folgenden noch mehr.

Angeblich gibt es Tesla, wo man Ansatz 1 präjudiziert und alle anderen, die Ansatz 2 und 3 an erster Stelle benutzen. Man könnte diese zusammenfassen zu allem, was das Auto nicht unmittelbar selbst erfassen muss. Typisch für diesen Ansatz ist eine gewisse Ortsgebundenheit. Den Beweis dazu liefern Videos, die autonom und sogar ohne Besetzung des Platzes hinter dem Steuer fahren.

Elon Musk hält ein CarToCar-System bei Tesla erst nach Erreichen von komplettem Autonomen Fahren für sinnvoll.

Tesla scheint also so ziemlich allein dagegen zu halten. Die anderen fahren zwar mit scheinbar noch mehr Sensorik durch die Gegend, aber nur für Tesla könnte es so sein, dass die unmittelbare Erfassung durch das Auto selbst an erster Stelle steht. Erstaunlich dabei, dass man trotzdem z.B. Lidar ablehnt und Radar zwischendurch sogar aussondert.

Man kann sich natürlich die Vorteile eines solchen Systems vorstellen. Ein Vermessen des Raumes ist dann nicht unbedingt notwendig, also das, wo alle anderen drauf warten müssen, bevor sie den Wirkungskreis von ihren autonom fahrenden Autos vergrößern können. Wie gesagt, dass die offensichtlich trotzdem mehr Sensorik als Tesla einsetzen, verwundert.

Desgleichen ein anderer Aspekt: Diese Maps, nach denen die anderen sich richten, sollten natürlich beinahe tagesaktuell sein. Aber wie will man das schaffen, müssten man doch ständig ganz viele Fahrzeuge durch die Gegend schicken. Und das bei immer größer werdenden Bereichen.

Schaut man aber genauer hin, so ist es eigentlich die Firma Tesla, die durch ihre Autos offensichtlich unendlich viel Bildmaterial 'nach Hause' schicken lässt, natürlich anonymisiert. Und die Flotte, die Tesla inzwischen auf der Straße hat, dürfte wohl für solche Zwecke eine der größten, wenn nicht die größte weltweit sein.

Wie geht das zusammen, sammelt Daten und fängt damit vermutlich im Gegensatz zu den anderen erst in zweiter Linie etwas an? Und die Fragezeichen werden noch größer, wenn man bedenkt, wie unglaublich viele Satelliten SpaceX schon ins All geschossen hat, vielleicht auch mit dem Ziel Bilder zu machen.

Solange die um die Erde kreisen, müssten die doch fast stundenaktuell solche aufnehmen können. Wir werden versuchen, diese scheinbaren Gegensätze im zweiten Teil etwas aufzulösen. Dann nähern wir uns auch etwas mehr dem Titel des Buches.

Morgen folgt die Fortsetzung bzw. der Hauptteil.







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