Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z


Formelsammlung
Alle Tests
 F7 F9




Chemie des Wassers 3



Wie kommt die 'Kohlensäure' in mein Lieblings-Mineralwasser? Wenn das wirklich eine Säure wäre, dann wäre sie besser nicht in einem Getränk, oder? Es ist aber nur eine falsche Bezeichnung. Von der Menge her handelt es sich um gelöstes Kohlendioxid.

Noch genauer gesagt ist es nur der gelöste Teil des Kohlendioxids (CO2), der bei der Abfüllung des Mineralwassers unter Druck zugegeben wird. Als 'Kohlensäure' (H2CO3) bezeichnet man den Teil, der mit Wasser reagiert.

Es gibt also auch völlig ungefährliche Säuren. Der größte Teil ist gelöstes Kohlendioxid, das übrigens auch den Druck in der Flasche erzeugt. Beim Öffnen ändern sich die Druckverhältnisse durch entweichendes Kohlendioxid.

Das CO2 steigt als Gasbläschen aus dem Wasser und verlässt auch die Flasche. Also möglichst große Mengen schnell mit einem Mal der Flasche entnehmen und prinzipiell die Flasche eher kaltstellen. Nicht schütteln.

Als Laie in der Chemie geht man in der Regel davon aus, dass die Stoffe, die man zusammenbringt, miteinander reagieren. Aber das 'Lösen' von Stoffen in Wasser scheint so zu verlaufen, dass eigentlich das Wasser sich nur sehr selten verändert.

Im Gegensatz zu Salz, dessen Struktur im Wasser zerfällt und dem Zucker, der dort Kristalle bildet, bleibt die molekulare Zusammensetzung des Wassers erhalten. Sogar Sauerstoff verteilt sich als O2 zwischen den Wasser-Molekülen. Ausnahme wäre der erwähnte kleine Anteil Kohlensäure.

Das Lösen eines Stoffes in Wasser kann eine Reaktion ergeben, muss es aber nicht. Mit einer chemischen Reaktion ist also eine Veränderung der inneren Struktur von Stoffen gemeint. Aus beteiligten Stoffen entstehen andere Stoffe (ChatGPT).

Und sind die Räume um die Reaktion herum geschlossen, so bleiben die Massen insgesamt erhalten. Entweichen gasförmige Stoffe und man kann deren Masse erfassen, ist die Gesamtmasse vor und nach der chemischen Reaktion auch wieder gleich.

Löslichkeit hängt stark von der Menge der zugegebenen Stoffe ab. So kann Salz nur in bestimmtem Anteil gelöst sein, der Rest sinkt zu Boden. Wer allerdings schon einmal im Toten Meer gebadet hat, weiß, dass Wasser ziemlich viel Salz lösen kann, bevor es 'gesättigt' ist.

Fürs Baden genießt man allerdings eher den enormen Auftrieb. Aber damit sind wir wieder bei der Physik. Sand wird überhaupt nicht in Wasser gelöst und sinkt nach unten, Öl ist spezifisch leichter als Wasser und steigt an die Oberfläche.

Es scheint so zu sein, dass die Löslichkeit bei ähnlichen, z.B. auch 'elektrischen' Strukturen größer ist. Und wenn wir noch einmal zu den im Wasser gelösten Gasen kommen, stellen wir uns die Frage, was denn eigentlich die Fische 'atmen'.

Jedenfalls spalten auch die nicht Sauerstoff von Wasserstoff ab, sondern leben vom freien Sauerstoff O2 im Wasser. Unter Umständen leiden auch sie unter der Hitze, weil das Wasser dann weniger freien Sauerstoff aufnehmen kann.







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller