CO2-Chemie

kfz-tech.de/YCh13
Aus unserer Sicht sollte man schon die gegenwärtige Debatte umdrehen, denn sie hält einem Blick in die Zukunft keinesfalls stand. Uns im Moment die Kosten für die sogenannte negative Energie vorzuhalten,
ist eigentlich sträflich.
Wie denken Sie über Kosten, die auf lange Sicht unvermeidlich sind? Kosten sind ja mit negativen Gefühlen behaftet. Schiebt man etwas Unangenehmes besser auf oder packt man besser zu? Wir vermuten,
Sie würden wohl eher für die letztere Variante votieren.
Allerdings werden wir Ihnen im Verlauf dieses Kapitels hieb- und stichfest beweisen müssen, dass es unbedingt nötig ist. Ja, das ist es. Wir können nämlich noch gar nicht absehen, wofür wir den Wasserstoff
alles brauchen werden, der bei hohem Stromangebot entstehen könnte.
Es sind nahezu alle Maßnahmen unverantwortlich, die ein Überangebot an Strom stoppen wollen. Stattdessen müssten alle Maßnahmen getroffen werden, diesen Strom in irgendeiner Weise so zu
kanalisieren, dass er gespeichert werden kann.
Was wir in diesem Kapitel beweisen wollen ist, dass wir nicht nur Strom brauchen, um auf 100 Prozent im Strommarkt zu kommen, sondern auf einen ähnlich hohen Wert im Markt der
Primärenergien, sogar mehr als zusammen mit anderen regenerativen Energien auf ebenfalls 100 Prozent.
Wie gesagt, weit in die Zukunft schauen und den Unsinn mit Wasserstoff für den Verkehr schleunigst beenden. Sogar bei Flugzeugen müsste man zwischen kleinen und großen, Kurz- und Langstrecken
unterscheiden, um auch hier noch Anwendungen mit Strom zu platzieren.
Vielleicht überlassen wir die aus Bioabfall gewonnene Energie der Schifffahrt, am besten in flüssiger Form. Und heizen dann tatsächlich elektrisch, obwohl wir ja Wasserstoff in umgebauten Gasheizungen
verbrennen könnten, übrigens nicht ganz frei von der Bildung von Stickoxiden.
Jetzt werden Sie fragen, wofür zum Teufel wir denn die so gewonnenen Mengen an Wasserstoff sinnvoller einsetzen könnten als bei der Energiewende. Klare Antwort: Um das restliche Erdöl bzw. Erdgas z.B.
im Boden lassen zu können, Thema: Unabhängigkeit.
Denn was vielfach nicht beachtet wird, Erdöl wird nicht nur zur Erzeugung von Energie gebraucht. Das wird zwar durch die ersten beiden Videos auf dieser Seite dokumentiert, aber das dritte Video zeigt auch
viele Dinge aus dem Alltag, die durch Erdöl entstanden sind.
| Hier wäre noch die Herstellung von Medizin zu nennen. |
Das vierte Video kümmert sich dann um die Rückgewinnung von Erdöl und löst gleichsam nebenher ein weiteres Problem zumindest zum Teil, nämlich das der Vermüllung unserer Umgebung durch Plastik.
Erstaunlich, dass dies auch schon im etwas größeren Maßstab möglich ist.
Wir haben aber noch eine weitere Möglichkeit im Auge, nämlich die Rückgewinnung des CO2 aus der Atmosphäre. Wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Allerdings ist das im
Moment noch nicht möglich, weil sehr energieintensiv im Verhältnis zur erzielbaren Menge.
Die Chemie arbeitet schon an Katalysatoren, die ähnliche Reaktionen bei geringerer Temperatur ermöglichen würden. Sie sehen, Energie wird man nie genug haben, denken Sie nur an die Entsalzung und den
Transport von Meerwasser in besonders trockene Gebiete.
| Man könnte sich alle die sinnvollen Projekte vornehmen, die im Moment wegen hohem
Energieverbrauch nicht möglich sind. |
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