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Benzineinspritzung - Rückbau



Nehmen wir einmal an, Sie haben sich in einen Oldtimer verliebt und/oder ihn gekauft, der ursprünglich mit D-Jetronic ausgerüstet war. Dabei ist egal, ob es sich um Volvo, Mercedes, Jaguar, Renault- Alpine oder VW-Porsche handelt. Letzterer wurde gerne mit zwei Doppelvergasern ausgestattet, um Schwierigkeiten zu umgehen und Sie suchen einen Weg, solch ein Auto wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen, also die D-Jetronic sozusagen nachzurüsten.

Über ein paar Teile der D-Jetronic verfügen Sie schon. Bevor Sie jetzt Geld für Teile ausgeben, sollten Sie sich erst einmal darüber informieren, welche Teile denn überhaupt noch fehlen und ob Sie das Projekt zu einem erfolgreichen Ende führen können.


Natürlich kommt man als erstes auf das Steuergerät, dessen Platine Sie hier sehen. Auch sehr wichtig ist das Bauteil, von der diese Jetronic ihren Namen hat, der Druckfühler (Bild ganz oben). Immerhin, ohne diese beiden Teile ist man absolut machtlos. Auch müssen die nötigen Leitungen noch vorhanden sein, z.B. eine bei Vergasern nicht mehr nötige Rücklaufleitung. Denn eine neue zu legen, erfordert die Übernahme einer großen Verantwortung und natürlich die Zustimmung des TÜV.

Was auch fehlt, sind das Ansaugrohr-Geweih mit der Aufnahme für den Luftfilter und die Einspritzventile. Da geht es nicht nur um den richtigen Winkel, sondern auch um absolute Dichtigkeit. Sehr speziell ist der Verteiler. Die Zündung ist zwar reichlich konventionell, aber die ersten Steuergeräte brauchten Signale von der Zündung und das erhielten sie beim Vierzylinder von zwei Kontakten in einer Art Schublade im Unterteil des Verteilers. Es gibt sogar schon elektronische Zündverteiler mit Signalen zum Nachrüsten.

Einspritzventile, wenn auch äußerlich verrostet, können z.B. durch Ultraschall bzw. vorsichtiges Reindrücken der Nadel (0,15 mm) wieder zum Leben erweckt werden. Natürlich kann man immer den Widerstand der Spule messen (2 bis 3 Ohm) und sie mit 12V ansteuern, auch wenn sie für 3V ausgelegt sind, aber bitte kurzzeitig. Weitere Prüfungen sind mit Impulssteuerung möglich, aber am Ende ist die Dichtigkeit bei 2 bar oder etwas mehr besonders wichtig. Ähnliche Prüfung beim 12V-Kaltstartventil.

Das Vorhandensein eines Kabelbaums wird allgemein als wichtig angesehen, obwohl recht teuer und nachbaubar, wenn man eine Lösung für die Steckverbindungen findet. Dabei kann man sich z.B. auch von der Originalität weit verabschieden, kleine bzw. große und runde Einzelstecker verwenden und nachher z.B. vergießen. Für eventuelle Nachmessungen direkt Abzweigungen mit wasserdicht verschließbaren Steckern vorsehen. Wie das dann aussieht, naja.

Einfacher wird es mit alten Kabelbäumen auch nicht. Denken Sie nur an die Korrosion in den Steckverbindungen. Es mag da alle mögliche Chemie geben, aber was spricht eigentlich gegen eine Orgie mit immer wieder neuem, entsprechend aufgerolltem Schirgelpapier bis der Arzt kommt? Das ist eben der Unterschied, ob man seinen Oldtimer zumindest teilweise selbst wieder auf die Straße bringt oder alles in Lohnarbeit vergibt.


Sehr wichtig sind die Übergangswiderstände nach getaner Arbeit, also möglichst jeweils durch die aufgesteckte Verbindung hindurch. Natürlich kann man die Kabel bei der Gelegenheit mit durchmessen. Die Überprüfung des Temperatursensors verläuft ähnlich mit Erwärmung, beim Zusatzluftschieber (Bild oben) zusätzlich als Sichtprüfung mit 12V-Anschluss. Den Drosselklappenschalter prüft man mit dem Durchgangsprüfer, achten Sie auf die Meldung beim plötzlichen Gasgeben.

Den heikelsten Sensor haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben, der dem Steuergerät den Absolutdruck im Ansaugrohr angibt. An den beiden Spulen in seinem Innern lässt sich immerhin der Widerstand messen und sollte unbedingt mit entsprechend offiziellen Angaben verglichen werden. Nach dem Ausschluss von Verbindungen untereinander und zur Masse ist auch schon Ende. Induktivitäten kann man nur schwer erfassen. Hier riskiert man nach dem Zusammenbau ein Problem, das vielleicht weitere Ausgaben erfordert.


Der Vorteil der hier geschilderten Methode ist, es werden keine großen Ausgaben fällig, solange die ganze Aktion sich nicht als endgültig sinnvoll erwiesen hat. Man kann fraglichen Oldtimer noch benutzen, obwohl man sich schon mit dem Rückbau beschäftigt, ist später auch insgesamt besser vorbereitet. Nein, die Kraftstoffversorgung mitsamt dem Systemdruckregler kann man nach Einbau prüfen bzw. austauschen. Die Kosten sind überschaubar, verglichen mit dem Gesamtaufwand.


Auch neuere Pumpen würden die nötigen Funktionen erfüllen.







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