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  Schaltplan




Sie sehen, der Schaltplan eines Käfers (VW 1200 A) von 1964 passt tatsächlich auf ein DIN-A4-Blatt und wenn Sie die einzelnen Stränge verfolgen, sind mehr als die Hälfte davon und sechs der acht Sicherungen der Lichtanlage zuzuordnen. Ähnliches Bild bei der Zuordnung der Bauteile, wobei eigentlich die Blinkerleuchte im Tachometer hinzuzurechnen wäre.

Richtig nostalgisch mutet diese 6V-Anlage an, wobei die größeren Leitungsquerschnitte hier noch nicht einmal deutlich werden. Zwei Kontrollleuchten für den kompletten Motor. Genial gelöst, den Generator mit dem Flügelrad für die Kühlung zu kombinieren, wodurch man z.B. bei einem gerissenen Keilriemen auch gleich vor einem Ausfall der Kühlung gewarnt wird.

Standlicht-Scheinwerfer
Standlicht-Kontrollleuchte
Abblendlicht-Scheinwerfer
Fernlicht-Scheinwerfer
Fernlicht-Kontrollleuchte
Nebelscheinwerfer
Tagfahrlicht
Kurvenlicht
Blinker vorn
Blinker-Kontrollleuchte(n)
Blinklampe Außenspiegel
Warnlicht
Schlussleuchten
Bremsleuchten
Hochgesetzte Bremsleuchte
Blinker hinten
Rückfahrleuchte(n)
Nebelschlussleuchte(n)
Nebelschlusslicht-Kontrollleuchte
Innenleuchten
Leseleuchten vorn
Leseleuchten hinten
Handschuhfachleuchte
Gepäckraumleuchte(n)
Schalterbeleuchtungen
Armaturenbeleuchtung
Beleuchtung Make-up-Spiegel
Fußraumleuchten
Ambiente-Beleuchtung

Das ist jetzt nur die Aufstellung der zu versorgenden Leuchten in einem VW-Golf 6, wobei hier die beiden Seiten zusammengefasst wurden. Nicht aufgeführt als absoluter Höhepunkt der Komplexität ist die

Lampe für die Beleuchtung des Beleuchtungsreglers.

Dagegen ist die Ausführung z.T. relativ einfach. So geben die Lichtschalter ihre Stellungen über dünne Kabel (0,35 mm2) an das Bordnetz-Steuergerät. Das steuert dann über etwas dickere Leitungen (0,5 mm2) Stand-, Tagfahr-, Blink-, Schluss-, Rückfahr- und Nebelschlusslicht an. Für Abblend- und Fernlicht sind die Kabelquerschnitte etwas größer (1,5 mm2).

Dem Blinker merkt man schon die neue Zeit an. Da gibt es solche, die gar nicht mehr einrasten. Oder zum Einrasten noch antippbar sind, und nach nur kurzem Einschalten drei Mal blinken. Bleiben sie etwas länger eingeschaltet, ist auch zweimaliges Blinken möglich. Ein Blinkrelais sucht man oft vergebens. Es war zuletzt z.T. sogar mit dem Warnblinkschalter verbunden.

Der Ton kommt vom Bordnetz-Steuergerät über die normalen Lautsprecher. Er soll sich sogar nach den beiden Seiten unterscheiden können. Ist man (noch) nicht angeschnallt, wird er von einem entsprechenden Warnton überlagert. Der erschwert auch bewusst das Hören der Nachrichten, während sich der Ton des Blinkers entsprechend integriert. Er soll sogar deaktivierbar sein.

Bei den Sicherungen hat sich während der Produktionszeit des Golf 6 ein Wandel vollzogen. Waren zu Beginn noch viele Lampen gruppenweise einzeln abgesichert, so sind zunächst die Sicherungen verschwunden und dann auch durch einen neuen Sicherungskasten im Motorraum auch die Steckplätze. Zwei 30A-Sicherungen gibt es dann noch auf dem Weg zum Bordnetz-Steuergerät, zuständig für die komplette Lichtanlage, nach Seiten getrennt.

An dieser Stelle verlassen wir den Vergleich der beiden Schaltpläne. Wir haben gezeigt, wie sich die wichtigsten Grundfunktionen nach ca. 50 Jahren entwickelt haben. Alle übrigen werden wir in zusätzlichen Kapiteln erklären, weil das hier den Rahmen sprengen würde.







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