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  Autonom - Visionen 3




Wir leben offenkundig im Zeitalter des Designs, boshaft könnte man auch davon sprechen, dass inzwischen die Hüllen wichtiger geworden sind als der Inhalt. Das klingt natürlich leicht negativ, soll aber so verstanden werden, dass wir die Zukunftsbilder bzw. Utopien, auf denen sie beruhen, nicht bilderstürmend einreißen wollen, sondern ein wenig auf auf ihre Machbarkeit untersuchen wollen. Das Wort 'Realismus' sollte dabei tunlichst vermieden werden, gilt es doch nicht selten als scharfe Klinge gegen neue Ideen.

Sie als Leser haben dabei hoffentlich ein doppeltes Vergnügen, nämlich neben der oben beschriebenen Untersuchung auch noch die Utopie selbst durchlaufen zu können. Dazu direkt der erste Test: Ob die Welt wirklich der Visionen für die Zukunft eher bedarf als vernünftiger Aufarbeitung von Krisen, darüber kann man nun wirklich geteilter Meinung sein. Und bei der Frage, ob 'The Day After Tomorrow' wirklich entscheidend zum Umdenken über den Klimawandel beigetragen hat.

Wir aber setzen uns über Unkenrufe hinweg und richten uns möglichst darauf aus, den Dingen, die wegfallen (müssen) möglichst wenig nachzuweinen und stattdessen die Neuerungen zu genießen. Design also nicht also Übertünchung von Unangenehmen zu begreifen, sondern als Wegbereiter in eine neue Zukunft. Eigentlich ist die Erneuerung über Design ein kleinteiliger Ansatz. Es ist das gleiche Transportmittel, ob man es so oder anders formt und färbt.

So ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail wie das Design ist an unserem Verhalten die Spontaneität. Sie hat einen enormen Aufschwung genommen, nicht erst, seit wir ein vollgetanktes Auto vor der Tür stehen haben. Weiten wir den Begriff ein wenig aus und nennen sie 'Wahlmöglichkeit' oder boshaft 'Unfähigkeit sich an eine einmal getroffene Entscheidung zu binden. Was wäre möglich, wenn wir unser Leben ein wenig planbarer gestalten würden.

Gewiss, das ist kein angenehmer Gedanke, zumal die meisten Menschen sich durch Hausarbeit und Beruf schon reichlich gegängelt fühlen. Eigentlich versucht man für letzteren bisweilen schon das genaue Gegenteil, nämlich Arbeit nach Hause zu verlegen, Kommunikation weitgehend per Videokonferenz, obwohl beides auch leicht an Grenzen stoßen kann. Nein, in diesen Topf wollen wir nicht greifen.

Es soll nur stärker festgelegt sein, wann jemand etwas macht, sofern es die Bereitstellung von Ressourcen erfordert, auch ein eventuell eigenes Auto betreffend. Es gäbe zunächst einmal keine Abstriche am Komfort, solange man diesen nicht definiert als jederzeit das tun und lassen zu können, was einem gerade einfällt. Wie schon in diesem Buch erwähnt, der Preis wären z.B. weniger Stunden im Stau.

Zuhause könnte jede(r) machen, was er will, vielleicht gepaart mit ein paar Verhaltensregeln, wie z.B. den Fernseher ganz auszuschalten, wenn keiner guckt oder Kühl-/Gefrierschranktüren nicht unnötig oft zu öffnen bzw. offen zu halten. Aber ein hoher Anteil an Heimarbeit wäre auch so problemlos möglich, ja sogar wegen seiner größeren Umweltverträglichkeit erwünscht.

Nur die Wünsche nach außen hin müssten vorher angemeldet sein. Viele Leute benutzen schon die Bahn und gefühlt noch mehr das Flugzeug, also geht es doch. Freilich ist es unschön, vorher zu wissen, wann man bei irgendeiner sportlichen Betätigung Lust hat, nach Hause zu kommen. Aber immerhin haben wir ja einen Freizeitausfüller ständig in der Tasche.

Ja, Sie haben recht, das System wüsste noch viel besser über uns Bescheid, aber schon heute ist fast jede Fahrt mit dem Handy/Smartphone verfolgbar, offensichtlich sogar, wenn es ausgeschaltet ist. Aber eines müssen Sie zugeben, die verschiedensten Interessen und seien es nur die des Transports mit möglichst wenig Energieaufkommen gegeneinander abzugleichen, dafür sind doch Computer wie geschaffen, auch wenn das bei der Deutschen Bundesbahn offensichtlich (noch) nicht machbar ist.







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