Neues vom Level 4 (1)
| Robo-Taxi im Nebel gestrandet . . . |

Die fünf Level werden immer so schön erklärt, aber eigentlich nie ganz richtig. Level 3 ist noch einigermaßen klar, das Auto bzw. der Hersteller übernimmt die Verantwortung und gibt dem/der ehemaligen
Fahrer/in einen kleinen Zeitraum, diese zurück zu erhalten.
Der Zeitraum ist so knapp bemessen, dass man sich nicht wirklich vom Lenkrad wegbewegen kann. Fahren ohne Fahrer/in ist undenkbar. Das ist dann bei Level 4 anders. Hier kann man sich auch den/die
Sicherheitsfahrer/in wegdenken und z.B. einen zusammengeklappten Fahrersitz.
Aber es gibt Restriktionen, also z.B. die Möglichkeiten des Abbruchs der Fahrt. Weil die Rettung jetzt vermutlich etwas länger dauert, räumt das Fahrzeug sich selbst aus dem Weg, falls es irgendwie möglich
ist. Level 4 muss also nicht bei jedem Wetter funktionieren.
Es gibt durchaus Experten, die behaupten, Level 5 werden es wohl niemals geben und das nicht nur für Privatleute, sondern auch für Shuttles, womit im Prinzip autonom fahrende Taxis gemeint sind. Also
arbeitet man im Prinzip auf Level 4 hin.
Interessant ist auch, dass sich die Entwicklungsziele beim Autonomen Fahren in letzter Zeit ein wenig verschoben haben. Stand noch vor einiger Zeit die Entlastung des/der Privatfahrers/in im Fokus, ist es
schon seit Längerem der gewerbliche Straßenverkehr.
Dabei schaffen es nur wenige Firmen, ob der vielen Sensorik ihre Fahrzeuge noch einigermaßen gut aussehen zu lassen, was z.B. bei einem Waymo-Robo-Taxi eindeutig nicht der Fall ist. So etwas könnte
man dann z.B. Privatkunden/innen nicht anbieten.
Es liegt an der Zahl der als nötig empfundenen Sensoren. Dabei greifen wohl alle außer Tesla auf, wie sie es nennen, dreifache Redundanz zurück, also Lidar, Radar und Kamera. Ob es allerdings so einfach
ist, dass zwei den abweichenden einen überstimmen, wagen wir zu bezweifeln.
Dabei ist es längst nicht bei dem einen Lidar-Sensor auf dem vorderen Ende des Daches geblieben. Der war auch noch mit über 10.000 € sehr teuer, ist inzwischen aber bei gut 5.000 € angelangt, auch viel
formschöner an die Karosserie anpassbar.
Allerdings rechnet man inzwischen mit deutlich mehr als einem dieser Sensoren. Werden die Wünsche einmal losgelassen, redet man von einem nach vorn, einem nach hinten und wenn möglich an jeder
Ecke noch einen, vom Design her natürlich schwierig zu integrieren.
Ob aber nun Letzteres der Grund für die Hinwendung zum Shuttle ist oder die hohen Kosten? Vermutlich ist es eher die Chance, diese Kosten wieder hereinzuholen. Vielleicht spielt ja auch der Mangel an
Taxifahrern/innen eine größere Rolle.
Mal sehen, wann sich die schwierige Suche nach Lkw-Fahrern/innen in größeren öffentlich gemachten Aktivitäten auch dort im Bereich Autonomes Fahren bemerkbar macht. Im Bereit Elektrifizierung ist da ja
z.B. beim Thema Laden recht viel los.
Wie gesagt, autonomes Fahren bei den Shuttles macht Fortschritte, im privaten Bereich geht es im Moment bei bescheidenen eher um zulässige Geschwindigkeiten und wenn man die Menge an
Entwicklungen anschaut, wird man wohl um mehrere Arten von Sensorik nicht herumkommen.
|