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Autonom - Assistenz



Eigentlich sind die meist dargebotenen Autotests so nicht ganz praxisgerecht. Da wird die äußerst mögliche Beschleunigung dokumentiert. Nun gut, sofern es sich um einen Sportwagen handelt, mag das gelten. Nicht aber bei einer braven Limousine oder auch etwas größeren Fahrzeugen. Wo will man sich denn austoben, wenn man stets jemanden vor sich hat und die Geschwindigkeit im günstigsten Fall auf 100 km/h limitiert ist?

Hier, auf der Landstraße, werden dann die Lenkung und deren Rückkopplung beurteilt. Und wie heftig der Wagen unter- oder übersteuert. Besonders lächerlich ist das, wenn es an dem gleichen Auto Systeme gibt, die einem gelegentlich das Lenkrad aus der Hand bzw. die Kontrolle über das Bremspedal nehmen.

Womit wir beim Thema wären, den Assistenzsystemen, hier eingegrenzt auf einen adaptiven Tempomaten und die aktive Spurhaltung. Eines vorweg: Ein Fahrzeug, dass sich solche Kapriolen erlaubt wie den/die Fahrer/in plus dahinter Fahrende überraschendes Bremsen oder Verhärtung der Lenkung bei durch Fahrer/in durchgeführten Korrekturen gehört erst gar nicht zugelassen.

Und wenn das System dabei ist, überfordert zu werden, sollte es das so früh wie möglich melden und sich zurückziehen. Deshalb sollte es mindestens eine Art doppelte Kontrolle bei der Verkehrszeichenerkennung geben, um spätestens bei der dritten Falsch- oder Nichtmeldung z.B. bei Schlechtwetter auszusteigen. Wenn das System so intelligent ist, kann es ja auch seine eigenen Vorhaben mit denen des/der Fahrer/in vergleichen, Eventualitäten ausschließen und bemerken, wann es reichlich überflüssig ist.

Die aktualisierten Kartendaten müssen schleunigst zu den Fahrzeugen. Auch darf es nicht nur BMWs bzw. VWs geben die sich unterhalten, sondern ein Gesamtsystem ist dringend nötig. Und genau wie bei OBD müssten die wichtigsten hin- und hergehenden Informationen so codiert werden, dass sie praktisch überall auslesbar wären und zur Forschung bzw. für die Verbesserung von Kartendaten genutzt werden könnten.

Auch wäre unbedingt anzustreben, dass von Assistenz geführte Fahrzeuge im normalen Verkehr nicht mehr auffallen, z.B. durch übertrieben langes Warten hinter einem, der schon längst losgefahren ist. Auch das allzu frühzeitige Ausscheren bei einem automatisierten Überholvorgang auf der Autobahn und das zu späte Wiedereinscheren müsste geächtet werden.

Trotzdem sollte dem/der Fahrer/in die Möglichkeit gegeben werden, hier andere Einstellungen vorzugeben. Er/sie hat schließlich immer noch die Priorität über das Auto. Am besten wäre, die erstmalige Benutzung der Assistenz von einer kurzen Zeit für verschiedene, sehr deutlich zu entscheidende Einstellungen abhängig zu machen.

Eine typische Abschaltung, die in jedem Fall ermöglicht werden sollte, wäre dann das adaptive Element am Tempomat. Zu viel Zwang durch weitgehend nur zusammengefasst abschaltbare Funktionen erhöhen den Frust und werden möglichen weiteren Schritten zum Autonomen Fahren einen Bärendienst erweisen.

Eigentlich merkt man den allermeisten Assistenzsystemen die angeblich darin steckende künstliche Intelligenz nicht wirklich an. In aller Regel kann man sogar nachvollziehen, warum das System in diesem Fall falsch reagiert hat. Das ist noch viel zu wenig wünschenswert. Und da könnten veröffentlichte Praxistests eine große Hilfe sein.








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