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  Allradantrieb - Transaxle 2



Einen Fall eines Transaxle-Antriebs als Allrad hatten wir schon. Hier kommt eine zweite, völlig andere Lösung des Problems. Man müsste nämlich normalerweise das Drehmoment mechanisch auf das hinten angeordnete Doppelkupplungsgetriebe und dann von dessen Ausgang wieder zur Vorderachse leiten. Im Gegensatz zum V6 beim Nissan im vorigen Kapitel werkelt hier allerdings ein V12.

Also hat sich Ferrari das Gedöns mit den Wellen erspart. Als erstes fällt an der Lösung auf, dass der Motor relativ weit hinter der Vorderachse angeordnet ist. Dadurch ergibt sich vorn vor der Kurbelwelle die Möglichkeit zum Anbau eines Zweiganggetriebes. Man greift also den gesamten Antriebsstrang vom Motor bis zum hinteren Achsantrieb ganz vorn ab.

Hört sich verteufelt einfach an, ist aber eher echt mutig. Denn die Drehzahl der Kurbelwelle ist alles andere als vergleichbar mit der am Getriebeausgang hinten. Man bräuchte also das komplette Getriebe noch einmal vor dem Motor. Stattdessen nimmt man von diesem nur zwei Gänge, den zweiten und den vierten.


Es ist nur 17 cm lang und wird durch Zahnräder von der Kurbelwelle angetrieben. Dessen Ausgangswelle treibt über ein Kegelrad das Gehäuse einer doppelten Membrankupplung an, vorne rechts hinter der Hydraulikeinheit sichtbar. Jede der beiden Antriebswellen kann jetzt separat mit einem bestimmten Schlupf angetrieben werden.

Der ist auch hochnötig, denn natürlich passt der zweite Gang vorne nicht zum ersten hinten und der vierte vorn nicht zum dritten hinten. Das und auch Ungleichheiten zwischen den Rädern müssen die beiden Membrankupplungen ausgleichen. Arbeit mit evtl. größerem Schlupf auf Dauer löst natürlich hier eine Nasskupplung besser als eine trockene.

Oberhalb des vierten Ganges schaltet das Zweiganggetriebe auf Leerlauf. Ein zusätzlicher Antrieb der Vorderachse wird dann nicht mehr für nötig erachtet. Solange er vorhanden ist, können die Vorderräder von der jeweiligen Membrankupplung sogar einzeln im Sinne eines Torque Vectoring gesteuert werden. Ein entsprechend steuerbares Sperrdifferenzial ist vorhanden.

Das Ziel der angesichts des Zwölfzylinders möglichst geringen Massenverschiebung nach vorn wurde jedenfalls erreicht und mit nur 35 kg hat sich das zusätzliche Leergewicht in Grenzen gehalten. Zum Vierradantrieb passen vom Wortspiel her auch die vier Sitze, daher die aus dem Englischen hergeleitete Bezeichnung 'FF'.








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