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 Subaru



kfz-tech.de/PAR258

Den Boxermotor gabs sogar als Diesel.

Die Firma muss unbedingt in einem Buch über die Anwendung des Allradantriebs erwähnt werden, besonders deshalb, weil hier eine Technik zur Welt gekommen ist, die es nirgendwo sonst in nennenswerten Stückzahlen gibt. Um diese sichtbar zu machen, greifen wir auf den Audi quattro zurück. Der ist ja bekanntlich aus einem Frontantrieb entstanden.

Während aber Audi immer Probleme mit dem vorderen Überhang des Motors hatte und sogar teilweise den Kühler daneben platzierte, um Baulänge zu sparen, sind solche Probleme der Firma Subaru fremd, denn die benutzen schon früh einen Boxermotor als Anführer des längsliegenden Antriebsstrangs.

Audi war der Zugang zu solch einem Motor praktisch verwehrt, weil man bei der Übernahme durch Daimler-Benz erst einmal froh war, vom Zwei- auf das Viertaktprinzip umsteigen zu können. Und Boxermotoren sind nun einmal Mercedes fremd. Dort hat man natürlich durch Hinterradantrieb auch Platz genug, den Motor nach hinten zu schieben.

Und bei Mercedes mit Allradantrieb führt man nach alter Väter Sitte zunächst das Drehmoment über eine Kardanwelle vom Verteiler hinter dem Getriebe nach vorn, wo wiederum alle möglichen Klimmzüge zu überwinden sind, unter den Motor durch oder seine Ölwanne zum anderen Vorderrad zu gelangen.

Auch Audi ist bei seinem Konzept geblieben, hat sich zunächst mit fünf Zylindern in Reihe begnügt und ist später bei noch mehr Zylindern zum V-Motor übergegangen. Von Audi stammt auch das schon erwähnte Konzept mit der Hohlwelle, was das Drehmoment innerhalb des Getriebes zurück zum vorderen Achsantrieb bringt. Das wurde dann auch wieder aufgegeben und eine kurze Welle mit Achsantrieb neben das Getriebe bzw. die Kupplung platziert.


kfz-tech.de/YAR235

Viel Aufwand, um den Motor ein paar Zentimeter weiter nach hinten schieben zu können. Alles das hatten die Techniker/innen von Subaru nicht nötig. Ihre Allradentwicklung begann mit einer Ausschreibung für die Lieferung von einem Allradauto. Was man hatte, war das Leone Coupé von 1971 und davon abgeleitet eine viertürige Limousine von 1972 samt Kombi-Variante, alle drei als Fronttriebler mit Boxermotor zunächst der Kompaktklasse zugehörig.

Unsereiner kennt so eine Konstruktion vom Alfasud her, ein ausgezeichnet konstruiertes Auto, leider durch schlechte Verarbeitung in Verruf geraten. Ein Vorteil dieses Antriebs sind Antriebswellen, die zwar gleich, aber trotzdem so lang wie möglich sind. Man ist also, wie Audi zunächst auch, vom anderen Ende der Getriebeabtriebswelle nach hinten gegangen, allerdings konnte bei Subaru der Heckantrieb zunächst abgeschaltet werden. Der erste Allrad war der Kombi, wohl wegen der in der Ausschreibung geforderten Transportkapazität.


kfz-tech.de/PAR257

Wenn wir also von einem symmetrischen Allradantrieb (später: Symmetrical AWD) sprechen, dann hat schon das erste Modell diese Forderung erfüllt. Man sieht also die Kurbelwelle des Motors, anfangs sogar noch dessen Nockenwelle, zusammen mit Getriebeein- und ausgangswelle alle auf der Mittelachse des Fahrzeugs liegen. Ja, auf das Prinzip der Hohlwelle hat man bei Subaru verzichtet. Die Ausgangs- liegt unter der Eingangswelle.

Man ist nicht beim starren, zuschaltbaren Antrieb nach hinten geblieben, hat sich vielmehr, z.B. in der Schweiz und Nordamerika einen Namen als Anbieter von Allradfahrzeugen gemacht. Als der permanente Allradantrieb aufkommt, der auch im Sommer noch Vorteile bietet, hat man ein Verteilergetriebe eingesetzt, dass zusätzlich auch noch sperrbar war.

Später wurde auch dieses automatisiert. Eine Viscokupplung verglich nun die Drehzahlen nach vorn und hinten und ließ das Absinken des Drehmoments zur Achse mit der geringeren Traktion nicht zu. Ein Modell wird Kult, ähnlich dem Audi quattro. Das ist der Impreza WRC mit Planeten-Mittendifferenzial und zusätzlichen mechanischen Sperren, der unter den seriennahen Teilnehmern der Rallye-Weltmeisterschaften über Jahre große Erfolge feiert, 1973 sogar den Titel holt.

Planeten-Mittendifferenzial macht unterschiedliche Drehmoment-Verteilung v/h möglich.


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Bis dato und daraufhin wurden Hubraum und Leistung massiv ausgeweitet, inzwischen sogar mit einem Sechszylinder. Jetzt kommt der mit der geringen Bauhöhe verbundene Vorteil des niedrigen Schwerpunkts noch mehr zum Tragen. Die dahinter liegende Technik bis zu den Rädern bleibt bis heute auch von der elektronischen Steuerung her auf dem neusten Stand.


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