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Allrad im Elektroauto 1



Wir lassen jetzt einfach einmal die Geschichte des Allradantriebs beim reinen Elektroauto mit dem Tesla Model S P85 D von 2014 beginnen, wobei das 'D' für 'Dual Motor' steht. Die Tatsache, dass es schon seit 2012 ein Model S mit Elektromotor an der Hinterachse gibt, zwingt uns jedoch zu einem Überblick.

Denn es ist zu dieser Zeit absolut nicht normal, eine solch doch sehr erwachsene Limousine mit einem Motor an der Hinterachse zu präsentieren. Irgendetwas muss passiert sein, damit sich so eine neue Praxis so flächendeckend durchgesetzt hat.

Grundsätzlich kennen Sie die Vor- und Nachteile von Front- und Hinterradantrieb schon. Da gilt zunächst einmal der alte Grundsatz: Die Vorderräder lenken, die Hinterräder treiben. Will sagen, dass eine vom Antrieb unbelastete Lenkung möglich ist.

Trotzdem hat sich der Frontantrieb im Laufe der Zeit z.T. bis in die obere Mittelklasse vorgearbeitet. Woran liegt das? Nun, man hat es geschafft, dass für den/die Fahrer/in immer weniger von den Antriebseinflüssen zu spüren ist. Selbst bei BMW kann man Frontriebler kaufen.

Ist das also gelungen, kann man sich über die anderen Vorteile des Frontantriebs so richtig freuen. Als da wären, die zumindest in der Ebene besser belastete Antriebsachse, wenn man von Fahrzeugen mit Heckmotor einmal absieht.

Und jetzt noch die rein praktischen Dinge wie z.B. die niedrigeren Kosten. Schließlich entfallen sogar ganze Baugruppen wie der komplizierte Weg des Drehmoments nach hinten. Und denken Sie dabei auch an die Gewichtsersparnis gerade für kleine Fahrzeuge.

Der Innenraum profitiert fast noch mehr davon. Nicht nur, dass der Kardantunnel komplett entfällt, auch der Gepäckraum kann enorm vergrößert werden. Man kommt sogar auf die Idee einer möglichen Entwässerung z.B. nach der Säuberung verschmutzter Schuhe.

Und warum kommt jetzt der Hinterradantrieb zurück? Mit dem Einzug der Batterie hat sich die Gewichtsverteilung geändert. Die Achsen werden jetzt gleichmäßiger belastet. Natürlich gibt es immer noch eher kleinere Fahrzeuge mit Frontantrieb.

Deren Kennzeichen ist aber, dass es sie in aller Regel nicht mit Allrad gibt. Ausnahmen sind hier ein einziger KIA und ein Volvo. Warum macht das ein Hersteller nicht gerne? Kommt hinten ein E-Antrieb hinzu, verschenkt er entweder Gepäckraum oder er muss zwei verschiedene Karosserien bauen.

Bei einem eventuellen zusätzlichen Antrieb vorne fällt der Hohlraum ohne kaum auf. Aber anderes ist für diese Wahl der Hersteller bei größeren und sportlicheren E-Autos viel entscheidender. Warum verlegt denn Porsche beim Macan den hinteren Antrieb noch weiter nach hinten?

ChatGPT sagt, die Hinterachse sei für die Fahrstabilität von besonderer Bedeutung. Die Vorderachse gäbe die Richtung vor, sozusagen den Fahrerwunsch, aber die Hinterachse würde entscheiden, ob sie dieser Richtung stabil folge.

Wenn man also den Antrieb auf jeden Fall auf die Hinterachse legt, egal ob zwei oder vier angetriebene Räder, dann kann man diese rechts und links an einem entscheidenden Punkt auch manipulieren und damit in Millisekunden erwünschte Momente erzeugen (Torque Vectoring).







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