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  Zylinderblock 6
       Cylinder Block 6


Wir bleiben bei der altmodischen Bezeichnung, obwohl es hier mehr um den unteren Teil, das Zylinder-Kurbelgehäuse geht. Es wird langsam wieder zu einer Einheit, die direkt die Kurbelwelle aufnimmt. Zwischendurch sah es so aus, als ob sich hier eine Zweiteilung zwischen der Lagerung der Kolben und der Kurbelwelle vollziehen würde.

Vielleicht zwingt ja der neuerdings noch vehementer geforderte Leichtbau zur Integration. Als wichtigste Vorgabe kommt noch die deutlich gestiegene Hubraumleistung (Stichwort: Downsizing) hinzu, die nicht unwesentliche Belastung für diesen Hauptteil des Hubkolbenmotors bringt.

Damit ist das Lastenheft aber noch nicht zu Ende. Auch der Einfahrvorgang mit seinem evtl. höheren Kraftstoff- und Ölverbrauch soll heute sehr kurz sein. Und natürlich darf währenddessen und danach der Verlust durch innere Reibung keineswegs zu groß sein. Und über allem hängt das Damoklesschwert der Herstellungskosten.

Man versucht also, mit dem schon leichten Aluminium und dem noch viel leichteren und die Festigkeit steigernden Magnesium die Festigkeit und vor allem die hervorragenden Laufeigenschaften von Grauguss (GG und besonders GGV) zu erreichen. Das geht natürlich im Moment noch nur mit größerem Materialeinsatz, bringt aber trotzdem schon erkleckliche Gewichtsersparnis.

Vorbei die Zeiten, in denen Graugussbuchsen in Leichtmetallblöcke geschoben wurden. Moderne Oberflächenverfahren ermöglichen es, aus der Zylinderwand auch so einen für den Alu-Kolben harten Reibungspartner zu machen. Als Lohn winken gleiche Wärmeausdehnung von Zylinderblock, -kopf und, besonders wichtig, den Kolben. Deren Spiel kann dann auch im kalten Zustand sehr gering gehalten werden.

Magnesium selbst ist als Reibungspartner für die Kolben und Gusswerkstoff nicht so günstig. So wie früher Grauguss-Buchsen mit Aluminium umgossen wurden, geschieht das heute den Aluminium-Buchsen mit Magnesium. Das geschieht allerdings unter hohem Druck und ist technisch wohl aufwändiger. Eine Herausforderung ist wie früher der Wärmeübergang zwischen beiden Werkstoffen.

Eines hat sich gegenüber dem früheren Zylinderblock aber wohl dauerhaft geändert: an die Stelle einzeln verschraubter Lagerhälften tritt ein Modul, dass Teile der Hauptlager zusammenfasst, versteift und eventuelle Ausgleichswellen und Teile der Schmierung integriert. Dazu gehört dann auch die Ölwanne. 01/12







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