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Autokauf 13 - Verschleiß geplant?




Das wäre für die Hersteller eine feine Sache, wenn sie die Haltbarkeit eines Produkts exakt bestimmen könnten. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man sich einen Markt gerade mit dem Einsatz großer finanzieller Mittel z.B. für Werbung erkämpft hat, und er dann wegen der Haltbarkeit der eigenen Produkte gesättigt ist.

Lateinisch ausgedrückt ist es die geplante Obsoleszenz, was auch durch 'obsolet' ausgedrückt wird. Es wird etwas nicht mehr gebraucht. Viele Verbraucher haben den Verdacht, dass dies ein in letzter Zeit vielfach von der Industrie häufiger angewandtes Prinzip ist, um zusätzliches Geld zu verdienen, und sei es auch nur zur Auslastung der eigenen Werkstätten.

Könnte das auch auf die Automobilindustrie zutreffen, die für ein nicht gerade kleines Netz von Werkstätten verantwortlich ist? Wenn Sie z.B. einmal auf die angeblich flexible Serviceanzeige schauen, dann ruft die Sie gnadenlos nach einer bestimmten Zeit in die Werkstatt, auch wenn Sie ansonsten noch so sehr auf Einsatzbedingungen Rücksicht nimmt. Wenn da nicht die Wünsche der Werkstätten hinter stecken?!

Aufgekeimt ist das Misstrauen gegenüber Druckern, die von heute auf morgen nicht mehr wollten, auch nicht mit einer neuen Patrone. Dann haben Reparateure von Elektromotoren unterschiedliche Längen von Kohlen festgestellt, die sich auf die Lebensdauer auswirkten. Sie können sagen, das sei der Bereich der Digital- bzw. Elektrotechnik.

Aber natürlich hat das Auto auch viel davon. Allerdings ist es noch einmal wesentlich komplexer, ohne Zusammenarbeit mit Zulieferern heutzutage nicht wirtschaftlich herstellbar. Und da steckt die erste Hürde für geplanten Verschleiß. Entweder Hersteller und Zulieferer machen gemeinsame Sache, dann kann dieser wie bei Komplizen schwerlich ausgetauscht werden, oder der Zulieferer handelt eigenmächtig, dann muss er den Zorn des Herstellers fürchten.

An dieser Stelle wichtig zu betonen. Wir reden hier nicht von schlechtem Material oder mangelhafter Ausführung. Die wird es wohl auch bei Premium-Produkten hier und da geben. Wir reden hier von dem Vorwurf, ein Hersteller verschlechtert bewusst sein Produkt, um ein neues zu verkaufen.

Haben Sie schon einmal überlegt, wie das gehen soll? Um ein makabres Beispiel zu nehmen: Welches Datum würden Sie wählen, um Ihren eigenen Tod zu terminieren, wenn Sie es könnten? Halt, wenn Sie die Entscheidung einmal getroffen hätten, würden sie an diesem Tag sterben. Es gäbe kein Zurück mehr, genau wie bei einem endgültig ausgelieferten Produkt.

Vielleicht wollen Sie dann plötzlich gar nicht mehr sterben, oder Sie langweilen sich schon jahrelang schrecklich. Es ist natürlich nicht vergleichbar, zeigt aber allein schon die Schwierigkeit, einen geplanten Verschleißzeitraum überhaupt festzulegen. Ist das nicht schädlich für das Image der Marke? Wird dann überhaupt wieder ein Produkt dieser Marke gekauft, oder hat man seinem Konkurrenten einen Gefallen getan?

Und wie wollen Sie z.B. bei der Mechanik einen geplanten Verschleiß einbauen. Ist das überhaupt programmierbar, wo doch die Nutzung von Autos auf denkbar verschiedene Weise möglich und auch wahrscheinlich ist. Und wenn Sie es in ein digitales Teil der Fahrzeugelektronik eingeben und es wird vielleicht von Hackern entdeckt? Und bei dem Zeitdruck in der Entwicklung für so etwas noch extra Zeit und Geld geben? 08/14








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