Während der Kampf um weniger Pfunde von den Karosseriebauern zwar gewonnen, aber durch mehr Sicherheit und Komfort wieder verloren wurde, zählt dieSuche nach einer windschnittigen Formzu den Erfolgen. Es gibt zwar auch hier Tendenzen, eingesparte Energie durch mehr Querschnittsfläche wieder zu verspielen, aber der Luftwiderstandsbeiwert, derein reiner Wert für die Windschnittigkeit der Form ist, konnte innerhalb von 40 - 50 Jahren von Werten um die 0,4 - 0,5 auf z.T. unter 0,3 gesenktwerden. Dies ist auch sehr wichtig, weil beimodernen Fahrzeugen der Luftwiderstand den Rollwiderstand schon bei deutlich unter 50 km/hübersteigt und dann im Quadrat derGeschwindigkeit zunimmt.
Das Bild 1 oben zeigt am Modell, wie der Wert bestimmt wird. Man setzt das Fahrzeug auf einer beweglichen Bodenplatte einem von Turbulenzen freienLuftstrom aus, dessen Geschwindigkeit mangenau einstellen kann. Wichtig ist nicht nur die Art der Anströmung, sondern auch eine genügende Breite und Höhe des Kanals. Wenn man jetzt die aufdas Fahrzeug bzw. die Bodenplatte wirkendeKraft bestimmt, kann man bei gegebener Querschnittsfläche den Luftwiderstandsbeiwert errechnen. Das verkleinerte Modell lässt nicht immer Rückschlüsse auf das Verhalten in Originalgröße zu. Üblicherweise verkleinert man höchstens auf 1/5.Moderne Großserien-Pkw erreichen Max.-Werte von0,25, wobei die großen Limousinen hier im Vorteil sind. Alle anderen liegen noch über 0,3, z.T. deutlich. Besonders ungünstig ist der cW-Wert von Motorrädern. Hier spielen auch Verkleidung, Zusatzanbauten und nicht zuletzt die Fahrerhaltungeine Rolle. Liegend kann der Wert hierzwischen knapp 0,5 und weit über 0,6 betragen. Trotzdem erreicht das Einspurfahrzeug wegen der geringen Querschnittsfläche u.U. mit 50 kW (69 PS)schon gut 200 km/h. 10/10
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