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 Messen Endoskop in der Werkstatt
       Fiberscope as Workshop Tester

Messen mit dem Endoskop heute und früher - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe




Englische Version

Vermehrt tauchen im (Privat-) Fernsehen selbsternannte Experten auf. Gemeint sind hier nicht die Autodoktoren, die doch meist recht gute Arbeit liefern. Nein, es sind diese schnellen Jungs (oder auch Mädchen?), die durch Blick von außen und eine kurze Probefahrt einem Auto sämtliche Macken ansehen. Meist haben sie noch ein, zwei typische Mängel dieses Fahrzeugtyps parat und immerhin sehen Sie einen Blick von unten inzwischen als Pflichtübung an, allerdings nur mit einer Handlampe und meist ohne z.B. Montiereisen ausgestattet.

Solange es um relativ neue Fahrzeuge mit nicht allzu hohen Laufleistungen geht, mag das noch angehen, aber bei älteren reicht diese Art der Prüfung bei weitem nicht aus. Immerhin verlassen sich Laien gerne auf solche 'Expertenmeinungen' und setzen u.U. eine Menge Geld in den Sand. Auch wenn der Preis anschließend kräftig nach unten verhandelt wird, die Behebung von inneren Durchrostungen z.B. verursacht meist deutlich höhere Kosten. Einziger und nicht ganz legaler Ausweg, später einen ähnlich Blöden zu finden, dem das äußere Finish über alles geht.

Genaue Analyse ohne aufwendige und teure Demontage

Eigentlich bräuchte man Röntgenaugen oder solche die man aus den Augenhöhlen nehmen und durch die Holme schicken könnte. In der Medizin gibt es so etwas schon lange, inzwischen so perfektioniert, dass man den Magen bis zum Darm auf Geschwüre u.a. hin untersuchen kann. Zugegeben, der Schlauch ist nicht der dünnste und erzeugt bisweilen Würgeimpulse. Da steht dem Kfz-Mechatroniker eine wesentlich dünnere und biegsamere Glasfaserleitung als Lichtleiter zur Verfügung. Die Zeiten von starren Endoskopen (Bild 3) aus einem äußeren Hüllrohr mit Lichtleiter, Kabelansatz und Okular, einem inneren Hüllrohr mit Distanzstück und Objektiv und dem Ablenkprisma mit Linsen und Abstandshülsen sind vorbei.

Um größere Räume zu inspizieren, musste man mit einem so genannten Schwenkprismenendoskop arbeiten, ein starres Endoskop mit einer durch ein Prisma am Ende um 90° unveränderlich festgelegten Blickrichtung. Durch das Gewinde einer 10-Millimeter-Kerzenbohrung war damit kein Blumentopf zu gewinnen. Hinzu kam der Preis von ca. 1200 DM. Was für ein Unterschied zu einem modernen, flexiblen Endoskop. Es überträgt die Bilder über Glasfaserbündel. Man kann in alle Richtungen nach vorn und auch bedingt zurückblicken, z.B. zu den Ventilen. Es lassen sich also viel mehr Bereiche in unterschiedlichsten Maschinen, Anlagen oder Motoren auch ohne geraden Zugang inspizieren. Licht kann jetzt z.B. von Halogenleuchten außerhalb erzeugt und nach innen geleitet werden. Als weiteres Anwendungsgebiet kommt jetzt z.B. eine Kupplung in Betracht, wenn es sich nicht gerade um eine mit Ölbad handelt.

Die modernste und zugleich hochwertigste Unter-Gruppe der flexiblen Endoskope bilden die sogenannten Video-Endoskope. Sie können, je nach Hersteller, auch andere Namen tragen, beispielsweise Videoscope. Video-Endoskope bedienen sich neuester, digitaler Technologie zur Erzeugung von Bildern und deren Übertragung. Direkt im Objektiv ist ein CCD- oder CMOS-Chip angebracht. Dieser erzeugt das digitale Bild des zu untersuchenden Areals und übermittelt es an die nachstehenden Komponenten im Endoskop. Genauer kann dies ein Prozessor sein, der die empfangenen Daten verarbeitet und diese dann zur Ausgabe am Monitor weiterleitet oder auf einer angeschlossenen Festplatte abspeichert. Darüber hinaus können Video-Endoskope, je nach Ausstattung, aufgenommene Bilder als Standbild festhalten oder Video-Aufnahmen produzieren. Mit diesen Möglichkeiten ist es dem Anwender möglich, nachträglich die aufgenommenen Bilder zu optimieren oder ein Objekt zu vermessen.

Der Einsatzbereich von Endoskopen scheint derzeit unbegrenzt zu sein. Sie kennen vielleicht diese Videoaufnahmen, die den Verbrennungsablauf innerhalb des Brennraums zeigen. Solche Bilder können auch von einem Endoskop mit allerdings starrem Lichtwellenleiter zur Übertragung von Farbbildern stammen. Natürlich darf dieser nicht bis in die heiße Verbrennungszone vordringen. Er wird durch ein spezielles Glas geschützt, das dann allerdings sogar für Volllastbetrieb bei Dieselmotoren geeignet sein soll. Die Beleuchtung erfolgt durch eine zweite Bohrung quer durch den Zylinderkopf von der anderen Seite. 06/11





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