Der Vergaser soll beim Kaltstart für den Motor ein fettes Gemisch herstellen, weil Kraftstoff an den kalten Saugrohren und Zylinderwändenkondensiert und damit nicht mehr verbrennen kann.
Funktion
Es gab Vergaser, bei denen die Starterklappe (Bild oben) von Hand durch den/die Fahrer(in) gezogen werden musste(Choke). Im Bild oben ist eine Startautomatik dargestellt, bei der ein Bimetall beim Einschalten der Zündung in diesemFall nur elektrisch erwärmt wird und damit die Federkraft zum Schließen der Starterklappe temperaturabhängig nachlässt.
Typisch für den Kaltstart sind die vollkommen geschlossene Starterklappe und die leicht geöffnete Drosselklappe (Bild unten). Um ein so fettesGemisch von 3 kg Luft auf 1 kg Kraftstoff her zu stellen, wird durch die geschlossene Starterklappe gleichzeitig die Luftzufuhr stark verringertund durch den erhöhten Unterdruck mehr Kraftstoff aus dem Hauptdüsensystem heraus gesaugt. Durch die eingeschaltete Zündung öffnet die elektromagnetische Leerlaufabschaltung (Bild unten links) den Leerlaufkanal. Diese verhindert beiabgeschalteter Zündung zuverlässig ein evtl. Weiterlaufen des Motors (Nachdieseln), wenn heiße Stellen im Brennraum (z.B. glühende Ölkohle) daseinströmende Kraftstoff-Luft-Gemisch entzünden.
Während des Kaltstarts muss bei höheren Drehzahlen durch die Pulldown-Dose (Bild oben rechts) die Starterklappe wieder etwas geöffnet werden, weilsonst der Motor ein zu fettes Gemisch erhält, dass die Zündkerzen nass werden und der Motor 'versäuft'.
Wichtig
Ein Kaltstart belastet den Benzinmotor mehr als eine längere Autobahnfahrt, weil der kondensierende Kraftstoff das Öl auf den kaltenZylinderwänden abwäscht und das Öl verdünnt. Deshalb muss - besonders bei steigendem Ölstand - das Öl häufiger gewechselt werden.