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 Schmierung Trockensumpf-Schmierung
        Dry Sump Lubrication

Trockensumpf-Schmiersystem mit zwei Ölpumpen und Ölbehälter

Englische Version

Zweirad-Viertakter fast nur noch mit Trockensumpfschmierung

Bevor wir über die Vierrad-Fahrzeuge reden, ein Wort zu den Zweirädern. Seit diese besonders in der Leistungsklasse von Vier- statt von Zweitaktmotoren angetrieben werden, also schon vor längerer Zeit, ist hier die Trockensumpfschmierung besonders häufig. Als Indiz mag die inzwischen schon im Fernsehen zu beobachtende Konstruktion von Chopper-Motorrädern dienen. Wahrlich keine Maschinen mit besonders hoher Belastung in der Kurve. Und doch ist beinahe die erste Frage z.B. der Leute von OCC: "Wohin mit dem Öltank?"

Mehr und mehr Vierräder mit Trockensumpfschmierung

Bei den vierrädrigen Fahrzeugen war lange Zeit eine Trockensumpf-Schmierung reserviert für ziemlich schnelle Sport- bzw. Rennwagen und Autos in extremem Gelände. Heute kann man ihr auch in Luxus-Oberklassewagen und in edleren Allradmobilen begegnen. Es gibt offensichtlich viele Gründe, den höheren Aufwand einer solchen Anlage zu akzeptieren.

Zusätzlicher Ölbehälter statt Ölwanne

Statt einer Ölpumpe arbeiten jetzt zwei oder sogar noch mehr. Bis auf eine leeren diese andauernd die oft erheblich kleinere Ölwanne und fördern das Motoröl in einen speziellen Behälter. Aus diesem Behälter versorgt die letzte noch verbliebene Pumpe - wie gehabt - die diversen Schmierstellen des Motors. Immer steht genügend Öl zur Verfügung, auch kurzzeitiger Trockenlauf ist praktisch unmöglich. Für eine Trockensumpf-Schmierung sind also mindestens eine zweite Pumpe (im Bild unten) und ein Behälter zur Druckumlauf-Schmierung nötig.

Besser für Kurven, Gelände und Schwerpunkt

Notwendig wird diese Konstruktion, wenn Fahrzustände vorkommen können, bei denen das Öl nicht mehr kontinuierlich aus der Ölwanne angesaugt werden kann. Das kommt z.B. bei extremen Kurvengeschwindigkeiten oder großer Schräglage vor. Aber es gibt noch weitere Gründe. So kann man das Ölreservoir fast beliebig steigern, ein Grund, warum Serienfahrzeuge mit Trockensumpf-Schmierung meist eine höhere Ölwechselmenge haben. Außerdem kann der Ölbehälter in Bereiche größerer Kühlung (z.B. im Radkasten) verlegt werden, heute besonders wichtig bei fast geschlossenem Fahrzeugboden. Auch kann der Motor durch die minimale Ölwanne tiefer eingebaut und damit der Schwerpunkt niedriger werden. Allerdings muss dann auch noch die Kupplung von ihrer Baugröße her mitspielen. Bei Rennfahrzeugen kann durch vom Motor entfernte Anordnung des Ölbehälters der Schwerpunkt sogar horizontal verschoben werden.

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