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 Radaufhängung Elektronische
    Schwingungsdämpfung
        Continuous Damping Control

Vordere und hintere Dämpfer mit außenliegendem Proportionalventil - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe




Englische Version

Aufgabe

Man kennt sie, die sportlichen oft auch tiefer gelegten Fahrzeuge, bei denen man im Innenraum spürt, ob das Geldstück nun auf der Vorder- oder der Rückseite überrollt wurde. In der weniger verschärften Form ist so eine Federung und besonders auch Dämpfung gar nicht so schlecht. Wer hat nicht schon einmal bei einer braven Alltagslimousine bei hoher Geschwindigkeit ein mulmiges Gefühl. Der Bodenkontakt erscheint gerade dann gering, wenn man ihn am meisten brauchen könnte.
Aber wer will schon dauernd mit einer solch harten Dämpfung fahren, wenn der Schwiegermutter auf dem Beifahrersitz die Zähne klappern. Schön wäre es, wenn man (während der Fahrt) wählen könnte. Und wenn zusätzlich sich die Dämpfung in kritischen Situationen schlagartig verhärten würde. Genau so ein System mit kontinuierlicher Einstellbarkeit gibt es jetzt sogar für die bezahlbare Mittelklasse.

Funktion

Am Bild oben fällt die wichtigste Neuerung sofort auf, das Proportionalventil unten links am Dämpferrohr. Es kann auch im Dämpferkolben integriert sein mit Stromanschluss über die Kolbenstange. Da aber hier der Dämpfer höher baut und auch seine Effektivität leidet, kommt der äußere Anbau häufiger vor. Das gleiche gilt auch für die Hinterachse (siehe oben). Hier ersetzt es beim Zweirohrdämpfer das Bodenventil und steuert den Zu-/Abfluss von Hydrauliköl zum/vom Zwischenraum.
Eine elektronische Dämpfung gibt es schon länger. Neu an dieser Anlage ist die Möglichkeit, statt drei fast beliebig viele Kennlinien zu ermöglichen und das binnen Millisekunden, also auch in der Kurve bei kritischen Gier- oder Kippmomenten. Die Ausstattung mit Sensoren und damit die Möglichkeiten hängen vom jeweiligen Hersteller ab. Neben der Sporttaste kommen Sensoren für das Gieren und die Fahrzeug- bzw. Aufbaubeschleunigung in Frage. Zusätzlich sind die Bewegungen des Lenkrades und der Räder wichtig.
Wenn man die Liste der Sensoren sieht, fällt einem sofort das Sicherheitssystem ESP ein. Hier gibt es schon Vernetzungen. Zu erwarten ist, dass künftig die Fahrsicherheit und Wahl einer sportlicheren Dämpfung von einem Steuergerät kontrolliert wird.




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