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 Radaufhängung Reibungsdämpfer
        Friction Shock Absorber

Reibungsdämpfer an einem Rennwagen von 1939

Englische Version

Aufgabe

Lange Zeit war es nicht ungewöhnlich, in Werbeprospekten für Automobile auf die hydraulischen Teleskopstoßdämpfer hinzuweisen. Da taucht die Frage auf, wie denn ein Auto ohne Dämpfer mit Kolben, Zylinder und Ölfüllung aussieht. Welche waren die Vorläufer der heutigen Dämpfer? Oder hatten Oldtimer gar keine Stoßdämpfer?

Funktion

Die Nachfolger der Kutschenzeit kamen nur dann ohne Stoßdämpfer aus, wenn sie mit Mehrblattfedern ausgerüstet waren. Diese erzeugten beim Einfedern eine Reibung zwischen den einzelnen Federblättern. Alle anderen (z.B. solche mit Drehstabfedern) neigten mehr oder weniger zu Nachschwingungen. Diese können nur wirksam mit Reibungsdämpfern bekämpft werden. Sie sind im Prinzip wie Mehrscheiben-Trockenkupplungen aufgebaut. Abwechselnd liegen Stahlscheiben und Beläge aufeinander. Das Paket der Stahlscheiben ist mit dem äußeren Zylinder drehfest verbunden und dieser an der Karosserie befestigt. Die Beläge sind drehfest mit dem inneren Zylinder verbunden und dieser über ein Gestänge mit der Radaufhängung. Eine Feder hält mit einer einstellbaren Vorspannung das Lamellenpaket zusammen. Die Dämpferwirkung hängt von der Federkraft und vom Reibbeiwert der Beläge ab.
Hier liegt auch der Grund, warum die Reibungsdämpfer durch hydraulische ersetzt wurden. Sie erforderten zu viel Wartung und Reparatur. Und wenn dies nicht geschah, dann war das Fahrverhalten abenteuerlich. Fahren mit rapide nachlassender Dämpferwirkung bedeutet Angst bei jeder Bodenwelle, das Fahrzeug könnte sich so aufschaukeln, dass es unbeherrschbar wird und auf die Lenkung nicht mehr reagiert.
Reibungsdämpfer wurden noch bis ca. 1960 (z.B. am Citroen 2CV) eingebaut.





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