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 Karosserie Minivan
       Minivan

Blick in das Innere eines Sibensitzers - größeres Bild durchAnklicken!
Lupe

Englische Version

Aufgabe

Vielleicht hat man einen von denen als Mietwagen auf Mallorca kenngelernt. Oder der weibliche Partner hat sich durchgesetzt, dem der Innenraum eines Fahrzeuges nicht groß genug sein kann. Die Aussicht, nie wieder Transportprobleme zu haben, hat auch mit Sicherheit ihren Reiz. Zudem verspricht die gegenüber einem Kombi nicht viel größere Außenlänge und der in den meisten Fällen noch moderate Preisaufschlag kaum Änderungen im gewohnten Autoverhalten. Im Gegenteil, die etwas höhere Sitzposition ergibt mehr Übersicht.

Funktion

Minivans werden im Ausland auch MPV (Multi-Purpose-Vehicle) genannt, was auf vielfache Nutzbarkeit deutet. Sie entstehen, indem ein Massenhersteller die Bodengruppe für seine - in der Regel - mittlere Baureihe so auslegt, dass sie etwas verlängert und mit einem höheren Aufbau versehen werden kann. Dabei sind evtl. auch sieben wegklappbare oder herausnehmbare Sitze möglich. Dadurch bleibt der Verkehrsraum unangetastet und das Fahrzeug für den Stadtverkehr einigermaßen tauglich. So kann der Stauraum stufenweise bis auf ca. zwei Kubikmeter vergrößert werden.

Nachteile

Die Physik lässt sich nur bedingt überlisten. Ein längeres Fahrzeug kann auch einen geringen Luftwiderstand haben, bei einem kürzeren und hohen ist nicht nur die größere Querschnittsfläche sondern auch die Form ungünstiger. Hinzu kommt das mit mind. 200 kg höhere Gewicht. Schnelle Fahrt über die Autobahn lässt die Verbrauchswerte ansteigen, gerade wenn man auf der linken Spur immer wieder mitbeschleunigen will. Da bleibt nur die teurere Alternative Dieselmotor. Aber wirtschaftlich ist das nur ab einer bestimmten Jahresfahrleistung.
Man könnte so einen Minivan wegen seines Gewichts für eine größere und entsprechend komfortable Limousine halten. Ist er aber nicht. Ein Fahrzeug muss immer auf das zulässige Gesamtgewicht ausgelegt sein. Besonders die Federung. Rechnet man sieben Personen und etwas Gepäck zusammen, so kommen ca. 550 kg Zuladung heraus. Sicher, wenn die alle drin sitzen, kann das Auto einigermaßen komfortabel sein. Aber wenn nicht, so ist die Federung hart. Und trotzdem ist das Fahrzeug wegen seines hohen Aufbaus nicht sportlich.
Und dann die Sitze. Klappbar sind sie meist nur, wenn sie dünn gepolstert sind und wenig Seitenhalt bieten. Bei leicht ausbaubaren Sitzen muss man immer vorher überlegen, ob man den ganzen Transportraum braucht. Aber wenn Sie wirklich mit mehreren Personen fahren und die Kinder hinten sitzen sollen, dann kommt zu den dünnen Sitzen der gegenüber der ersten und zweiten Reihe meist schlechtere Federungskomfort. Lösbar wäre das Problem mit Luftfederung, aber die ist in dieser Klasse noch nicht zu bezahlbaren Preisen angekommen.





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