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Abgas-Skandal - zum Dritten



Inzwischen lichtet sich das Dunkel ein wenig und wir können schon auf mögliche Lösungen der Probleme bei VW blicken. Nicht so sehr im personellen Bereich, denn der bekannt gewordene Abschied des designierten Chefs für die Märkte USA, Kanada und Mexiko Winfried Valand vom Konzern wirft natürlich einen weiteren Schatten auf die Bewältigung der Krise. Es hat sich auch ein Sprecher gefunden, der durch das inzwischen wach gewordene Kraftfahrbundesamt über die Vorgänge informiert ist. Es ist Verkehrsminister Dohbrindt (2. Video unten), der sich an die Spitze der Bewegung gesetzt hat und uns immer wieder mit den neusten Nachrichten versorgt.

Also offensichtlich haben die Zweiliter-Diesel schon genügend Hardware an Bord, dass nur noch deren Software geändert werden muss. Die Lösung dieses Problems erfolgt wohl in einer Rückrufaktion ab Januar 2016. Weigern kann man sich nicht, die Veränderungen vornehmen zu lassen, sonst entziehen entsprechende staatliche Stellen nach Abschluss der Rückrufaktion die Betriebserlaubnis. Vermutlich darf man dann auf eigene Kosten das Fahrzeug umrüsten lassen.

Was es überhaupt für einen Grund gibt, den Rückruf zu ignorieren? Na, weil man z.B. künftig weniger Drehmoment/Leistung (Video 3) und einen höheren Verbrauch fürchten müsste. Dass es ganz so schlimm nicht kommen wird, beweist das Vorgehen bei den 1,6/1,2-Liter-Motoren. Die sollen wohl mit zusätzlicher Hardware ausgerüstet werden, vermutlich AdBlue-Tanks mit DeNOX-Kat. Besitzer/innen eines dieser Motoren dürfen hoffen, noch etwas mehr von verminderter Leistung und erhöhtem Verbrauch verschont zu bleiben.

Es wäre ja auch noch schöner, wenn ein Hersteller Abgasentgiftung einfach auf dem Rücken deutlich verminderter Leistung (im Moment bis zu 10 Prozent) und höherer Verbräuche verbessern dürfte. Er müsste mit Recht Klagen hauptsächlich von Verbrauchern befürchten, die das Verhalten ihres Fahrzeugs nicht wiedererkennen. Falls das alles ohne Probleme durchführbar ist, könnten die Probleme irgendwann zu Beginn 2017 zumindest für Europa behoben sein.

Allerdings scheint in USA im Gegensatz zu Europa auch bei der Nachfolge-Motorengeneration EA 288 ab 2012 gemogelt worden zu sein. Möglich, denn hier ist der Grenzwert noch einmal 25 Prozent strenger als bei Euro 6 und war auch viel früher wirksam. Offensichtlich sind in diesem Markt nicht nur die personellen und finanziellen Folgen unabsehbar.

Fußball-Sponsoring in Gefahr

Unterdessen haben schlaue Bänker in der neusten Ausgabe der Zeit die finanziellen Folgen für den Konzern abgeschätzt. Man geht im günstigsten Fall von etwa 25 Milliarden Euro aus, prophezeit im ungünstigsten eine Verdreifachung dieses Betrages. Schlimm, denn auch der durchaus schmerzhafte Verkauf von Bentley, Lamborghini, Ducati und Bugatti würde z.B. 'nur' 5 bis 10 Milliarden bringen.


Ob nicht Ferdinand Piëch im Februar den ganzen Schlamassel hat kommen sehen und schon damals mit Matthias Müller statt Martin Winterkorn hat gegensteuern wollen? Der ist nun weg und so jemand wie Wolfgang Porsche hat nach der versuchten Porsche-VW Übernahme nun schon den zweiten Skandal im Aufsichtsrat überlebt.

Wie sehr die Autohersteller zusammenhalten, erkennt man an der Tatsache, dass Daimler Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, Ex-Verfassungsrichterin und jetzt zuständig für Integrität und Recht, in den Vorstand von VW wechseln lässt, obwohl ihr Vertrag eigentlich noch bis 2017 liefe. 10/15








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