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  Seat 1990 - 1999







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Eine Million Ibizas sind inzwischen gebaut, acht Millionen Seats insgesamt. Der Ibiza basiert aber noch auf der Vor-VW-Technik. Die Seat Motorsport erhält einen eigenen Werkplatz. Das erste käufliche Modell auf der Grundlage einer VW-Plattform ist der Toledo von 1991. Inzwischen gehört Seat vollständig zu VW. Eine halbe Million Fahrzeuge entstehen in diesem Jahr, inzwischen sogar die Hälfte für den Export.

1992 unterstützt Seat als offizieller Sponsor die Olympischen Spiele mit Austragungsort Barcelona. Trotz der Produktionserfolge macht Seat Verluste. Die 1987 noch unter Carl Hahn übernommene Firma leidet an zu wenig Kontrolle. Mit den ersten Einbrüchen im Absatz werden die Mängel sichtbar. Man hat offensichtlich zu hemmungslos investiert. Noch 1990 erhält Seat einen Kredit von 1,5 Mrd. DM der Europäischen Investitionsbank.

Das wird sich mit der Übernahme des VW-Vorstandsvorsitzes durch Ferdinand Piech ändern. Er selbst bezeichnet Seat als eine seiner größten Baustellen. Der Kredit ist längst durch das neue Werk in Martorell mit schlechtem Produktionsstart und unkontrollierten Zuwachs an Beschäftigten einem weiteren Minus von 300.000 DM gewichen. Eine beispiellose Kündigungswelle muss mitten in der Krise von 1993 mit der spanischen Regierung und den Gewerkschaften abgestimmt werden.

Leider verliert Seat dadurch die Jüngeren, weil der spanische Kündigungsschutz die älteren Belegschaftsmitglieder schützt. Hinzu kommt der Wechsel des Vorstands und vieler Führungskräfte. Die Fabrik von Landaben (bei Pamplona) und die Seat-Finanzierungsgesellschaft wird VW direkt unterstellt, eingetretener Wildwuchs bei der Modell- und Prototypenentwicklung massiv beschnitten. Seat wird mit dieser Krise noch die nächsten 20 Jahre zu kämpfen haben.

Einen Beitrag von 38 Mrd. Peseten leisten die Regierungen von Spanien und Katalonien, offizell für Forschung und Entwicklung. Produktionsstandorte verändern sich. Der Toledo wird jetzt ins modernste Werk Martorell verlagert. An seinem bisherigen Produktionsort werden die Fertigungsbereiche neu aufgeteilt, nach und nach einige Zulieferer integriert. Der Ibiza feiert bei der spanischen Motorpresse Erfolge.

Mit dem Alhambra kommt 1995 eine leichte Abwandlung des Vans, der von VW als Sharan und Ford als Galaxy gebaut wird. Produktionsort wird allerdings Portugal sein. Ein neuer Kleintransporter ergänzt das Modellprogramm nach unten. Der Cordoba geht jetzt auch in den Export nach Brasilien und als vielleicht noch wichtigere Botschaft mag der Toledo mit dem frisch entwickelten TDI-Motor dienen. Trotzdem, von den einst 24.000 Mitarbeitern sind noch etwas über 12.000 übrig.

In Martorell sind gegen Ende 1996 schon über eine Mio. Auto gebaut. Es gibt mit dem Ibiza Kit Car drei Rallye-Weltmeisterschaften in der Zweiliter-Klasse in Folge zu feiern. Den Ibiza gibt es jetzt auch als schnellen Cupra. Vom Cordoba gibt es nach dem Zweitürer auch eine Kombi-Version. Der neue Arosa kommt allerdings aus Wolfsburg. Zu eng seine Verwandschaft mit dem VW-Lupo. Allerdings wird das im Jahr darauf geändert.

Martorell genießt jetzt als eines der neusten Werke im Konzern einen ausgezeichneten Ruf. Der Arosa kommt mit 1,7-Liter-Saugdiesel ins Guinness-Buch der Rekorde als der Welt sparsamstes Serienauto. Später wird es entsprechend dem Lupo einen Drei-Liter-Prototypen geben. Der Toledo tritt schon in der zweiten Generation auf der Basis des Golf 4 an. Aus Toledo 2 und Golf VR6 wird dann bald ein weiteres Cupra-Modell.

Die Belegschaft ist mit den Verkaufserfolgen um knapp 2.000 Mitarbeiter gewachsen. Die seit längerem wichtigste Neuerscheinung ist im Jahr 1999 der Seat Leon. Auch er basiert auf dem Golf, hebt sich aber als Kompaktlimousine vom Toledo ab. Es ist der fehlende angehängte Gepäckraum, der hier einen zwar weniger familientauglichen dafür aber flotten Eindruck macht. Er erinnert an den legendären Alfasud, ohne dessen Kinderkrankheiten zu übernehmen. 09/13

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