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Charles Stuart Rolls






Eine offenbar vielschichtige Persönlichkeit. Einerseits nach zwei Brüdern und einer Schwester das Nesthäkchen (*1877) des Barons Llangattock, der einen riesigen Landsitz mit angeblich Hunderten von Bediensteten besitzt, andererseits so geizig, dass er sich, wiederum angeblich, von Freunden bei Reisen mit dem Zug den Zuschlag erster Klasse bezahlen lässt.

Er ist eindeutig der schillerndste der beiden Gründer von Rolls-Royce. Er ist in London geboren, ist seiner Heimat in Wales jedoch näher. Seit auf dem Eaton College seine Liebe für die Motoren erwacht ist, kann man ihm durchaus auch in einem weniger präsentablen Outfit und mit schwarzen Händen begegnen.

In Wales gibt es 1894 nur drei Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Eines davon gehört dem erst 19-jährigen Rolls. Es ist ein Peugeot Phaeton, gerade erst aus Frankreich importiert. Rolls wird zum Mitbegründer des Automobile Club of Great Britain, der versucht, die enormen Beschränkungen des unseligen Red Flag Act loszuwerden, was 1896 einigermaßen gelingt.

Charles Rolls schließt ein Studium am Trinity College in Cambridge als Ingenieur ab und gründet nach einem Intermezzo auf einem Dampfschiff mit Vaters Geld eine Werkstatt und einen Laden in London. Er ist als einer der ersten Rennfahrer Englands auch auf dem Kontinent erfolgreich. Natürlich gewinnt er auch das erste wirkliche Rennen in seinem Heimatland über 1000 Meilen.

Die Firma heißt 'C. S. Rolls' und erhält bald einen 'Co', weil dem Firmengründer der Handel mit französischen und belgischen Automobilen und deren Reparatur über den Kopf wächst. Als die Geschäfte schlechter gehen, kommt es durch Vermittlung von Henry Edmunds, eines Freundes aus dem Automobilklub, zur schicksalhaften Begegnung mit Henry Royce.

Charles Rolls muss ein charmanter Typ mit nicht geringer Wirkung bei den Frauen gewesen sein. Leider lässt die größere Leidenschaft dieses sportlichen Mannes nicht nach, sondern geht vom frühen Auto auf das noch frühere Flugzeug über. Der zweite Pilotenschein überhaupt in England und Erstling bei Hin- und Rückflug über den Ärmelkanal sowie wiederum eine Menge Trophäen sind für ihn typisch.

Leider liegt auch der Wettbewerb in Bournemouth auf dem Weg des 33-jährigen. Hier versucht er, ein weniger gutes Ergebnis bei der Ziellandung durch einen zweiten Versuch zu korrigieren, als seine Wright-Maschine am Heck bricht, offensichtlich die Folge einer fehlerhaften Reparatur. Er landet dadurch nicht nur hart auf dem Rücken, sondern es explodiert auch noch der Motor. Rolls ist damit das erste Opfer der Luftfahrt in England. 10/12


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