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2013 Renault Capture



Hochgelegter Clio ...

'Crossover' heißt soviel wie das Beste aus zwei Welten. Renault meint damit ein SUV-ähnliches Fahrzeug, dem die typischste Eigenschaft, nämlich der Allrad fehlt. Vermutlich werden das viele Kunden auch nicht bemerken, weil sie eigentlich mit einem SUV die erhöhte Sitzposition, die bessere Übersicht und das bulligere Äußere wählen.

Gegenüber der neusten Generation von SUVs, die auch ohne Allrad lieferbar ist, hat der Captur den Vorteil, dass er erst gar nicht für so einen teuren und platzfressenden Zusatz konstruiert wurde. Das scheint der mit 1.232 Litern bei nur gut 4 Metern Außenlänge doch recht groß geratene Gepäckraum zu beweisen. Überhaupt ist der Innenraum recht wandlungsfähig.

Für die längere Reise scheint der Wagen besser gerüstet als für einen sportlichen Ritt über die Landstraße. Lenkung und Fahrwerk sind eher indirekt ausgelegt. Was man gemeinhin als Handschuhfach bezeichnet, ist hier eine ausgewachsene Schublade. Ungewöhnlich gut ist auch, dass man die unmittelbaren Sitzbezüge durch Reisverschlüsse abnehmen kann.

Und was das etwas auffälligere Design betrifft, das bietet der Captur nicht nur außen, wie die Bilder oben beweisen. Natürlich kann man bezüglich der Haptik keine Qualitätssprünge vollbringen, aber vielleicht ist das auch den nach etwas mehr Auffälligkeit suchenden Augen egal.

Preise und damit Vernunft stimmen jedenfalls. Auch der Unterhalt dürfte angesichts der hoffentlich einigermaßen realitätsnah angegebenen Verbrauchswerte nicht zu kurz kommen. Nicht umsonst verbaut Mercedes als kleinsten Dieselmotor in der A-Klasse einen von Renault, um ansonsten offensichtlich nur schwer zu erzielende Spareffekte zu erreichen.

Leider hat diese Kooperation auch das Mini-Desaster beim Citan-Crashtest hervorgebracht. Das dürfte auch den Kangoo betreffen. Jedenfalls sollte Renault hier nachbessern, z.B. mit einem Knie-Airbag für den/die Fahrer/in und hinteren Fenster-Airbags beim Captur. Trotzdem hat er mit 5 Sternen deutlich besser als sein raumgrößerer Bruder abgeschnitten.

Ein Auto also, das z.B. durch Zweifarbigkeit individuelle Gestaltungsmöglichkeit bietet. Es sind sogenannte Look-Pakete bestellbar, die den Wagen innen und außen zusätzlich veredeln. Aber auch die Grundausstattung kann sich sehen lassen:
- Schlüsselloser Zugang
- Elektrische Fensterheber v/h
- Tempomat
- Berg-Anfahrhilfe

Interessant scheint die serienmäßige ECO-Taste, die nicht nur dem jeweiligen Motor, sondern auch der Klimaanlage zu einem noch energiesparenderen Modus verhilft. Dass es die Antriebe mit der relativ hochbeinigen Karosserie (17 cm Bodenfreiheit) nicht ganz einfach haben, zeigt die erzielbare Höchstgeschwindigkeit. Da braucht es 88 kW (120 PS) um gut 190 km/h zu erreichen, was in der Kompaktklasse auch mit mehr als 10 Prozent weniger Leistung möglich ist. 08/13

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