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1999 6-Zyl.-Turbo
1999 6-Zyl.-Boxerm.
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1971 Sechszehnzylinder
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1969 914 (Achtzylinder)
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1967 911
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1966 906 Carrera 6
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1964 904
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1963 911 Motor
1963 Elva
1960 356 B
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1959 754
1959 356 B
1956 597 Jagdwagen
1956 356 Bremse
1956 356 Motor
1953 550 Spyder
1953 Fuhrmann-Motor
1950 356 SL
1948 Erster 356
1947 356 Vorbereitung
1947 Cisitalia
1922 Sascha-Wagen
1898 E-Mobil
1897 Lohner-Porsche
Motordaten


  Neue 911-Motorengeneration


Hoffentlich halten Sie es nicht für ein Sakrileg, sondern eher für eine Ehrung, wenn wir Porsche mit Ferrari vergleichen. Beide Firmen waren bis vor kurzer Zeit glühende Anhänger von Saugmotoren, obwohl sie - Porsche seit 1974 - Erfahrung mit Turboladern hatten. Man wollte offensichtlich die Emotion durch einen hoch drehenden Motor nicht missen.

Bleibt die Frage, warum beide Firmen dem Turbolader letztlich nicht widerstehen konnten. Beim Porsche 911 ist deren Klärung nicht besonders schwierig. Betrachtet man die Geschichte dieses, inzwischen 900.000-fach gebauten Sportwagens, dann hat man die Leistung stets ein wenig nach oben geschraubt, angefangen bei 2 Liter Hubraum und 96 kW (130 PS) bis jetzt 272/309 kW (370 bzw. 420 PS).

Es handelte sich immer um einen Boxer-Sechszylinder, zuletzt mit 3,8 Liter Hubraum. Und da tut sich so etwas wie eine Grenze auf. Acht Zylinder scheinen wegen der Lage des Motors unmöglich und größere Einzelhubräume gefährden das Konzept der relativ hohen Drehzahl. So gesehen war die Umrüstung der Motoren auf Turbolader vorherzusehen.

Es wird also weiter gehen mit der Leistung, auch ohne Matthias Müller als CEO von Porsche. Interessant ist es, den künftigen VW-Chef noch in der alten Funktion unten im Video zu sehen. Doch zurück zu den zwei Geräten rechts und links unten, die für den im Hubraum auf drei Liter zurückgenommenen Boxermotor nicht nur mehr Leistung, sondern auch und besonders ein Drehmoment von jetzt 450 bzw. 500 Nm versprechen.

Obwohl Porsche die bisher einzige Firma war, die es beim Benziner mit VTG-Ladern versucht hat, finden wir hier bei einem genaueren Blick auf den rechten Lader wieder ein Wastegate vor. Aber auch sonst gibt es Veränderungen. Das Antriebsrad für die Auslass-Nockenwelle direkt neben dem rechten Lader verrät uns die jetzt auch hier eingebaute Verstellmöglichkeit.

Darüber ist die fast einem Diesel ähnliche, zentrale Anordnung der Direkteinspritzung zu sehen. Auch wenn der Stahlkolben für Benziner kein Thema ist, tut sich doch bei der Beschichtung der Zylinder eine ganze Menge. Neu ist z.B. das Einspannen von Zylindern in ein Gerüst, um Verzug durch die Plasmabeschichtung zu vermeiden.

Sie könnten sich natürlich fragen, warum sich Videos mit dem Motorsound des neuen 911ers im Internet häufen. Das ist die verzweifelte Suche nach der Emotion des Alten. Porsche bietet dazu eine Art Manettino wie bei Ferrari an. Hier kann man, im Gegensatz zu diesem nicht nur jeweils das komplette Setup, sondern auch einzelne Funktionen einstellen.

Also alles auf 'Normal' und nur den Motorsound hochregeln. Ob er dann an die alten Zeiten anknüpfen kann? Erstaunlicherweise ist der Knopf für den Drive-Mode bei Porsche an der gleichen Stelle wie bei Ferrari, am ohnehin schon überfrachteten Lenkrad. Wer übrigens doch noch einen Saugmotor von Porsche ordern will, muss zum GT3 greifen, ist dann aber statt knapp 100.000 etwas weniger als 140.000 Euro los. 09/15



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