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Peugeot
Geschichte
1891-1918
1918-1945
1945-heute

2015 Vision GT
2015 208
2015 Bipper
2014 2008 Castagna
2014 108
2014 308 SW
2014 Boxer
2013 208 GTI
2013 308
2013 2008
2012 208
2012 508 RXH
2011 508
2011 3008 Hybrid 4
2009 RCZ
2007 207 CC
2006 207
2004 407
2004 107
1993 106
1992 905
1987 205 GTI
1986 205 Cabrio
1986 309
1983 205
1979 505
1975 104 Break Prototyp
1975 604
1972 104
1969 304
1968 504
1965 204
1965 J7
1962 404 Coupe
1960 404
1955 403
1950 203 C
1948 203
1939 202
1935 402
1934 301 D Coupe
1934 401 Eclipse
1932 183 D Cabrio
1932 301 Torpedo
1931 201
1929 190 S
1929 201 301
1923 Typ 172
1923 Typ 174
1922 Typ 153
1921 Typ 156
1920 Quadrilette
1913 Typ 146
1913 Bebe
1908 Lion VC
1906 Typ 78 A
1905 Quadricycle
1903 Typ 56
1891 Vis A Vis



Geschichte   Peugeot 1918 - 1945





Peugeot Typ 174 S
Hubraum3828 cm³
Leistung63 kW (85 PS)
Nenndrehzahl1900/min
MotorReihen-Vierzylinder
Höchstgeschwindigkeitca. 100 km/h
Bauzeit1923 - 1926

Um nach dem Ersten Weltkrieg wieder schnell produzieren und verkaufen zu können, hat Peugeot offensichtlich die Tatsache geholfen, auch dringend gebrauchte Produkte anbieten zu können. So startet die Firma mit dem Quadrilette als preisgünstigem Automobil deutlich früher als die Konkurrenten Renault und Citroen. Peugeot entwickelt sich zu einem der größten Unternehmen Frankreichs. Es entsteht eine Produktpalette, die auch Sechszylinder umfasst.

Robert Peugeot führt das Unternehmen offenbar mit viel Systematik. Nicht nur, dass er die einzelnen Unternehmensbereiche neu ordnet, unter seiner Leitung entsteht auch das heute noch gültige Zahlensystem mit der Null in der Mitte. Es wird mit dem 201 eingeführt und soll durch die erste Ziffer die Baureihe und die letzte die zeitliche Reihenfolge ihres Erscheinens kennzeichnen. So sollte also ein 301 etwas größer als ein 201 sein und ein 205 ist dem 204 nachgeordnet. Interessant ist noch die Tradition, mit dem Nachfolger die Produktion des Vorgängers nicht sofort einzustellen.

Wenn man bedenkt, dass der erste 201 auf dem Pariser Autosalon 1929 vorgestellt wurde und die Firma heute (2006) erst bei der Nummer 7 angekommen ist, dann hat dieses System lange Bestand gehabt. Erst jetzt zeichnet sich das Problem ab, dass unterhalb der '2' nicht genügend Platz für zwei Baureihen ist, weshalb man auf die Doppelnull ausweicht. Robert Peugeot ist so schlau, sich dieses simple Verfahren für Personenwagen patentieren zu lassen, was Porsche z.B. später verbietet, den 911 wie gewollt als 901 zu bezeichnen.

Der 201 begründet also diese Bezeichnungsweise. Er ist die Basis der Peugeot-Fahrzeuge ab 1930. Er muss gegen starke und entweder bessere, oder fast vergleichbare und billigere Konkurrenz antreten. Trotzdem setzt er sich mit seinen 1,1 Litern Hubraum und 17 kW (23 PS) durch. Erstmals wird eine Karosserie in Zusammenarbeit mit Ambi-Budd in Berlin gefertigt. Der Motor wird später sogar an Audi weitergegeben. Auf seiner Grundkonstruktion basiert der spätere 301, allerdings mit stärkerem Motor und vorderer Einzelradaufhängung.

Wir nähern uns dem Ende dieser Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, die von weltweiten wirtschaftlichen Schwierigkeiten gekennzeichnet ist. Überall werden von Banken hochverschuldeter Autowerke Fusionen erzwungen, nur Peugeot besteht diese Zeit relativ unbeschadet. Wenn es 1932 eine Krise gibt, dann ist die eher hausgemacht.


Es ist die Zeit, in der Peugeot auch den nordafrikanischen Markt erobert, die Zeit der Zuverlässigkeitsfahrten. Hier erwirbt man sich besondere Verdienste, deren Ergebnisse bis heute nachwirken. Und wenn man heute die Firma fast ausschließlich mit dem Rallyesport in Verbindung bringt, so gibt es zwischen den Kriegen viel Rennwagenentwicklung. Von den DOHC-Motoren war schon die Rede. Jetzt kommen Vierventiler hinzu und reglementgerechte Hubräume mit bis zu acht Zylindern für verschiedene Rennkategorien. Überhaupt scheint sich die Firma als Motorenbauer zu etablieren. Denn noch heute zehrt sie von dem Ruf als eine der frühen (1928) Hersteller von Dieselmotoren.

Zu erwähnen wäre noch das Modell 401, das erst als 402 zu einem Erfolg wird. Für dieses ist dann sogar die erste Dieselversion geplant, doch da kommen die Kriegsvorbereitungen dazwischen.

Völlig anders als im Ersten Weltkrieg werden im Zweiten die Nachbarländer von Deutschland relativ rasch erobert. Das bringt auch die Peugeotwerke in Feindeshand. In Ruhe können sich diese alle Produktions- und Entwicklungsstätten eines ehemaligen Konkurrenten anschauen. Außerdem soll natürlich die deutsche Wehrmacht unterstützt werden. Der Werksleitung gelingt es offensichtlich längere Zeit, eher für zivile Bereiche zu arbeiten. Danach werden die Verhältnisse unübersichtlich, weil alliierte Bombadierungen, Sabotage und bewusst herbeigeführte Versorgungsengpässe ineinandergreifen.






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