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Geschichte Opel Olympia 1936

Die Opel-Überraschung des Jahres 1935 - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe

Englische Version

Opel Olympia 1935
MotorReihen-Vierzylinder
Hubraum1288 cm³
Bohrung * Hub67,5 * 90 mm
Verdichtung6,0 : 1
MotorsteuerungSV
GemischaufbereitungFallstromvergaser mit Beschleunigerpumpe
ZündungBatteriezündung, Oktanregler, automatische Frühzündungsverstellung
Leistung21,7 kW (29,5 PS)
Nenndrehzahl3600/min
GetriebeViergang, 3 und 4 sychronisiert
BauartFrontmotor mit Heckantrieb
Aufhängung vorneEinzelradaufhängung, Schraubenfedern
Aufhängung hintenStarrachse, Blattfedern
Radstand2370 mm
BremsenTrommeln, mechanisch/hydraulisch
Reifen5.25 - 16 4 PR
Karosserieselbsttragend, Gemischtbauweise/Ganzstahl
Länge3930 mm
Breite1430 mm
Höhe1540 mm
Gepäckraumvorgeklappte Rücksitzlehne
Tankinhalt28 Liter
Leergewicht835 kg + Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeitca. 95 km/h
Kaufpreis2.500 RM / -
Baujahr1935 - 1940
VariantenZweitürer, Cabrio /
Viertürer, Lieferwagen
Elektrik6 V/70 Ah
Scheibenwischervor Fahrzeugmotor angetrieben

Der Opel Olympia wird im Laufe seiner Entwicklung zum ersten deutschen Großserienfahrzeug mit einer selbsttragenden Karosserie ganz aus Stahlblech. Der Name stammt werbewirksam aus dem Großereignis in Deutschland 1936. Werbewirksam, das ist das Stichwort. Die Opel-Leute, zu denen übrigens auch der spätere Chef von VW Heinrich Nordhoff gehört, setzen noch viele Ideen um. So stellen Sie erstmals ein Modell mit durchsichtigen Abdeckungen aus Plexiglas her, lassen das neue Auto mit dem Zeppelin nach Südamerika fliegen und fahren natürlich zur Überprüfung der Zuverlässigkeit in das Mutterland der Olpympischen Spiele, nach Griechenland.

In der Tat stellt der Wagen auch eine Besonderheit dar, ist seine Karosserie doch erstmals für ein Großserienfahrzeug wie die Knoten einer Brückenkonstruktion berechnet. Das nimmt vieles von dem vorweg, was uns heute selbstverständlich ist. Es gibt nicht mehr das 'Chassis', an dem der gesamte Antrieb und die Radaufhängung befestigt werden, bevor es mit einem (fast) beliebigen Aufbau versehen wird. Es ist von nun an schon zu Beginn der Konstruktion wichtig, ob es z.B. ein mittragendes Dach gibt. Denn dieses muss zur Stabilität der gesamten Karosserie beitragen.

Das Auto wird dadurch nicht nur leichter, der Fahrgastraum wird fortan auch stabiler ausgeführt, was die passiven Unfallfolgen mildert. Front und Heck werden zu dem, was wir heute 'Chrashzonen' nennen. Die Opel-Techniker sprechen von 'Sollbruchstellen' außerhalb des Innenraums. Auch die Fertigung verläuft anders. Weil Rahmen und Aufbau fest miteinander verbunden sind, müssen der Antrieb und das Fahrwerk nach Fertigstellung der Karosserie (hydraulisch) von unten an diese herangeführt und montiert werden. Diese 'Hochzeit' gibt es noch heute (2006), wenn auch kaum noch Menschen direkt daran beteiligt sind.

So ist die Firma Opel in jener Zeit nicht nur der größte Produzent in Europa, sie zählt - auch wahrscheinlich deshalb - zu den innovativsten. Interessant ist der Vergleich dieses Fortschritts mit der Entwicklung in anderen Firmen. Zu Produktionsbeginn des Olympia und des etwas späteren Kadett werden noch jede Menge Fahrzeuge nach alter Bauart entworfen, darunter so bekannte wie der VW-Käfer und der Citroen 2 CV. Beide behalten diese Bauform bis zum Ende ihrer Tage. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg werden Fahrzeuge mit Rahmen entwickelt, z.B. die Citroen ID/DS-Reihe und der Renault 4.



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