Opel GT
| Reichlich unvernünftiges Auto lässt die Herzen höher schlagen und verbreitert Opels sportliches Image. |
| Opel GT | |
| Motor | Reihen-Vierzylinder |
| Hubraum | 1998 cm³ |
| Bohrung * Hub | 86 * 86 mm |
| Verdichtung | 9,2 : 1 |
| Motorsteuerung | DOHC, Kette, beide Nockenwellen verstellbar |
| Gemischaufbereitung | Direkteinspritzung |
| Aufladung | Turbolader zweiflutig |
| Drehmoment | 353 Nm bei 2000 - 5200 1/min |
| Leistung | 194 kW (264 PS) |
| Nenndrehzahl | 5300 1/min |
| Bauart | Frontmotor mit Heckantrieb |
| Getriebe | Fünfgang, manuell |
| Achsantrieb | Sperre, max. 70%, Traktionskontrolle |
| Radstand | 2415 mm |
| Aufhängung v/h | Doppel-Querlenker |
| Bremsen | Scheiben, ESP, abschaltbar |
| Räder | 245/45 R 18 (8"), Leichtmetall |
| Lenkung | vertikal, nicht axial verstellbar |
| Karosserie | Cabrio, Stoffdach |
| Design | Franz von Holzhausen |
| Länge | 4100 mm |
| Breite | 1813 mm |
| Höhe | 1274 mm |
| Gepäckraum | 157/66 |
| Tankinhalt | 52 Liter (Super) |
| Leergewicht | 1400 kg + Fahrer(in) |
| Höchstgeschwindigkeit | knapp 230 km/h |
| Bauzeit | ab 2007 |
| Präsentation | Genf 2006 |
| Kaufpreis | 32.180 Euro |
| CO2-Ausstoß | 218 g/km |
| Konkurrenten | Audi TT, BMW Z4, Chrysler Crossfire, Mazda MX 5, Honda S 2000, Nissan 350 Z |
Der für Opel außergewöhnliche Frontmotor/Heckantrieb ist nur durch die Mutter GM erklärbar. Diese nutzt die Kappa-Plattform, um schon 2004 den Pontiac Solstice vorzustellen, beginnt aber erst spät im Jahr 2005 mit der eigentlichen Volumen-Produktion. Hinzu kommt der Saturn Sky, der zusätzlich einen 2,4-Liter-Motor ohne Aufladung im Gepäck hat. Leicht verändert erscheint er dann ein Jahr später als Opel GT/Daewoo G2X.
Das Design ist angeblich britischen Ursprungs, aber davon merkt man beim ersten Anblick wenig. Es ist doch auch ein typischer Opel-Look, sehr einnehmend, jedenfalls im ersten Moment. Ob sich diese Anmutung über lange Zeit hält, ist eine andere Frage. Aber an dem emotionalen Aussehen gibt es eigentlich nichts zu mäkeln. Kaum einer/eine, der/die dem Auto eine feilgebotene Probefahrt verweigern würde, im Gegenteil.
Seine amerikanische Herkunft kann der Wagen nicht ganz leugnen. Seine Produktionsstätte auch nicht, ist er doch z.B. übersät mit Warnhinweisen. Man wirft ihm ein hohes Gewicht vor, was aber nur angesichts der äußerst bescheidenen Platzverhältnisse für den Kofferraum berechtigt ist. Cabrios sind nun einmal nicht besonders leicht. Der Konkurrent Alfa ist deutlich schwerer und der Speedster spielt nun einmal in einer anderen Liga. Nein, dagegen ist der GT wirklich komfortabel. Und der Preis ist dann auch amerikanisch günstig.
| Der Verdeck-Mechanismus ist etwas umständlich, in vergleichbarer Zeit zu öffnen wie ein elektrisches. Allerdings muss man aussteigen und etwas Muskelkraft aufwenden. |
In Tests kann sich der GT nicht vollendet in Szene setzen. Sein Motor ist ein Direkteinspritzer und zieht nach Testberichten trotzdem erst ab 3000 1/min so richtig, obwohl die Daten das höchste Drehmoment schon ab 2000 1/min ausweisen. Er ist eigentlich leise wie ein Sechszylinder, obwohl die Innengeräusche der allerdings auch deutlich teureren Chrysler Crossfire, Audi TT und BMW Z4 niedriger sind. Punkten kann der Motor bei der Beschleunigung. Das Getriebe hat (nur) fünf Gänge und schneidet beim Gangwechsel nicht so gut ab.
| Haben Sie immer noch nicht genug Leistung, dann gibt's von Irmscher eine härtere und stärker aufgeladene Version mit kurzen Gängen und spürbarerer Laderverzögerung. |
Mit der Corvette hat der Wagen gewisse Designähnlichkeiten, wobei er im Vorderwagen sogar noch etwas mehr Charakter zeigt als diese. Dem Namen nach müsste das Auto dem fast 40 Jahre älteren Ur-GT ähneln, was es aber keinesfalls tut. Nur der Front-Mittelmotor, der Heckantrieb und die etwas längere Schnauze kann man hier anführen. Der Kofferraum war damals ebenfalls problematisch, aber nicht so sehr vom Volumen her als von der Zugänglichkeit. Die Sprünge in der Motorenentwicklung können Sie anhand der Daten selbst nachvollziehen. 03/08