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  2014 Mercedes V-Klasse






Mercedes V-Klasse
Motor
Hubraum
Verdichtung
Drehmoment
Leistung
CO2-Emission
BauartFrontmotor, Hinterradantrieb
GetriebeManuell-Sechsgang, Automatic-Sieben-/Neungang
Radaufhängung vornMultilink
Radaufhängung hintenMultilink
BremsenScheiben, innenbelüftet
Radstand3.200/3.430 mm
Länge4.895/5.140/5.370 mm
Gepäckraumab 1.030/4.630 Liter
Höchstgeschwindigkeit
Kaufpreisab ca. 42.900 Euro, günstigere Modelle später
Baujahr2014



V für Van?

Nicht leicht, gegen den T5 von VW anzutreten.

Vom Handwerker-Kombi sind wir hier meilenweit entfernt. Bezeichnend dafür ist, dass der Viano im Programm bleibt. Eher erinnert der hintere Raum der neuen V-Klasse an ein Eisenbahn-Coupé erster Kategorie. Überhaupt gibt es neuerdings Stimmen, die das von den Herstellern favorisierte autonome Fahren für einen Irrweg halten. In diesem noblen Fahrgastraum treffen alle Argumente zusammen.

Man könnte sich vorstellen, wie toll man sich unterhält, während sich das Auto seinen Weg durch den Verkehr bahnt. Andererseits fragt man sich, warum man nicht in ähnlicher Art und kostengünstiger mit der Bahn unterwegs ist. Klar, hier gelangt man direkt zum Bestimmungsort. Allerdings würde die Bahn über längere Strecken ein wesentlich flotteres Durchschnittstempo vorlegen, obwohl in der V-Klasse bis zu 206 km/h möglich sind.

Dagegen spricht wiederum das enorme Fassungsvermögen der neuen V-Klasse. Wer hier noch lange überlegen muss, was mitzunehmen ist und was nicht, der nimmt sich vielleicht wirklich zu viel vor im Urlaub. Mercedes tut alles, es den Passagieren so bequem wie möglich zu machen. Auch die Assistenten zielen mit serienmäßiger Überwachung von Müdigkeit und Seitenwind (!) auf vielfach Reisende.

Den einfachen Handwerker hat man mit diesem Setup verloren. Man zielt auf Familien mit spielzeugverwöhnten Kindern, 'Freizeitaktivisten' mit viel 'Outdoor-Equipment' oder auf den Fahrdienst von Messen und Luxushotels. 'Das Beste oder nichts' soll hier wieder einmal demonstriert werden. Ob das ein für die Lebenswirklichkeit guter Spruch ist?

28 kg Gewicht pro Sitz hinten

Bleiben wir beim Praktischen. Wenn schon ein variables Konzept hier vorherrschen soll, ist z.B. das Gewicht der Bestuhlung gering zu halten, auch wenn man zum Drehen den jeweiligen Stuhl aus- und wieder einrasten lassen muss. Dafür hat die riesige, elektrisch öffnende Heckklappe eine eher von BMW gewohnte Heckscheibe zum separaten Öffnen, die hier z.B. für beengte Platzverhältnisse viel sinnvoller ist.

Für uns interessanter sind die Investitionen von 190 Mio. Euro in das spanische Mercedes-Werk in Vitoria. Nach Daimler-Angaben ist es das zweitgrößte Werk im Produktionsverbund. Das ist eine interessante Verschiebung, aber immerhin diesmal nicht in den nahen oder fernen Osten, sondern im alten EG-Europa. Allerdings leisten können sich die Arbeitnehmer ein Fahrzeug ab 42.900 Euro wohl kaum. 02/14

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