Rudolf Uhlenhaut, zu dieser Zeit Leiter der Pkw-Versuchs- und Rennabteilung bei Daimler-Benz, ist der Konstrukteur des 300-SL-Gitterrohrrahmens. Dieser ist sehr leicht und erzielt alle Stabilität nur durch Zug- oder Druckstreben. Der 300 SL ist aus dem W196-Rennwagen entwickelt worden, aber von dem auf Direkteinspritzung umgestellten Motor des 300ers angetrieben. Was liegt also näher, noch ein Stück weiter in Richtung Renntechnik zu gehen? So entsteht das oben gezeigte Fahrzeug, dass nun den Original-Reihen-Achtzylinder des W196 übernimmt. Dessen Mehrgewicht wird durch noch leichtere Haut und andere Einsparungen aufgefangen. Die Aerodynamik ist noch einmal verbessert. Für die Zeit atemberaubende Fahrleistungen sind die Folge. Zu seinem Einsatz in der Saison 1956 kommt es nicht mehr. Also wird er zum Dienstfahrzeug von Uhlenhaut selbst. Inzwischen ist sein Wert unschätzbar, einer der teuersten Oldtimer der Welt, aber absolut unverkäuflich.