Dieses Zweisitzer-Cabriolet mit abnehmbarem Hardtop ist wegen seiner eigenartigen Dachform als 'Pagodendach' (asiatische Tempel) in die Geschichte eingegangen. Es wird vom Hersteller als der erste Sportwagen mit Crashzonen und stabiler Fahrgastzelle bezeichnet. Allerdings ist er auch negativ aufgefallen, weil er angeblich einen besonders schlechten cW-Wert haben soll. Trotzdem (oder gerade deswegen) kann man der zeitlosen Form einige Reize abgewinnen. Beim 230 SL steht das 'S' für 'Sport' und das 'L' für 'Luxus'. Er ist der Nachfolger des 190 SL und der Vorläufer des 280 SL. Den Motor können Sie sich hier ansehen. Der Wagen fördert nicht so sehr den sportlichen Ehrgeiz, sondern ist eher für die große Tour (Grande Tourisme) zu zweit gedacht. Eine dritte Person könnte theoretisch auf einem Notsitz hinten quer sitzen. Das Armaturenbrett (Bild 2) ist aus Metall mit verchromten Einzeluhren und entsprechend der Wagenfarbe lackiert. Es wird dominiert vom großen Lenkrad mit oben abgeflachtem Chromring. Interessant auch die Scheibenwischer, die seit dem 190 mit ihren Drehpunkten weit außen angebracht sind und sich in Ruhestellung in der Mitte übereinander legen. Mercedes hat auch später noch viel Zeit und vor allem Geld in die Konstruktion von Scheibenwischern gesteckt.