Impressum Kontakt 868 Videos
900.000 Aufrufe



Buchladen
Formelsammlung
Prüfungen/Tests

Radwechsel (Sim.)
Kraftstoff sparen
Geschichte
Reisen


Video Großbritannien 1
Video Großbritannien 2
Video Großbritannien 3
Video Großbritannien 4
Video Großbritannien 5
Video Großbritannien 6

Video Geschichte 1
Video Geschichte 2

Video 1955 MGA
Video 1962 MGB
Video 1945 TC
Video 1936 SA



          A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

MGB





MG MGB
MotorbauartReihen-Vierzylinder
Hubraum (Bohrung*Hub)1.799 cm³ (80,26 mm * 88,9 mm)
Kurbelwelle3, später 5 Hauptlager
Verdichtungsverhältnis8,8 : 1 (Benzin)
MotorsteuerungUntenliegende Nockenwelle,
hängende Ventile (OHV)
Ventile2 je Zylinder
Gemischaufbereitung2 SU-Vergaser
KühlungFlüssigkeit, Pumpenumlauf
Maximales Drehmoment143 Nm, später 149 Nm bei 3.000/min
Maximale Leistung67,5 kW (92 HP), später 70 kW (95 HP) bei 5.400/min
GetriebeManuell, Viergang, 1. Gang bis 1967 unsynchronisiert
BauartFrontmotor, längs,
Hinterradantrieb
Radstand2.310 mm
Wendekreis9.750 mm
Radaufhängung vornDoppelquerlenker, Schraubenfedern
Radaufhängung hintenStarrachse, Blattfedern, Stabilisator
Bremsen v/hScheiben/Trommeln
LenkungZahnstange
Räder vornDunlop 5.60-14 (4"), 4,5"-Speichenräder (optional)
Räder hintenDunlop RS5 5.60-14
Länge3.890 mm
Breite1.520 mm
Höhe1.250 mm
Leergewicht920 kg
Tankinhalt45 Liter
Höchstgeschwindigkeit165 km/h
Baujahr1962
ExtrasHeizung, Verdeck, Hardtop, Overdrive, Ölkühler, Speichenräder, Stabilisator, Weißwand- und Radialreifen


Der klassische englische Roadster, 1962 vorgestellt und mit nahezu unveränderter Technik bis 1980 produziert. Allerdings erfolgt 1974 ein Einschnitt. Da der allergrößte Teil der Produktion nach Amerika geht, muss man sich den dortigen neuen Vorschriften beugen. Sie werden als Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit deklariert, dienen aber wohl hauptsächlich der Abwehr von Importen.

Für die riesigen US-Fahrzeuge sind Stoßstangen, die 8 km/h ohne Blessuren überstehen, leicht zu realisieren. Den englischen Roadster kosten sie mit 13 cm mehr Länge ein Stück Kompaktheit und natürlich auch Originalität. Aber auf den amerikanischen Markt zu verzichten, kann sich die MG-Division von MG nicht erlauben. Immerhin ist die Operation bei diesem Auto im Vergleich zu anderen noch relativ gut gelungen.

Innen ist es eng geblieben. Tief sitzt man und in großer Nähe zum/r Beifahrer/in. Immerhin wird eine gute Beinfreiheit spendiert, was man braucht ist also vorhanden. Dafür reicht es im Gepäckraum allenfalls für den Wochenend-Urlaub, weil Reserverad und Werkzeug einschränkend wirken. Warm (von Motor) kann es werden, wenn man es eigentlich nicht will und kalt, wenn man eher friert. Ein typischer Roadster eben ...

Beim Vorgänger MGA war ein erkennbar mutiger Schritt vollzogen worden. Mut zu neuem Design gibt es eher in Krisen als in guten Zeiten. In diesem Fall resultiert der Mut aus der Bedrohung der Fabrik in Abingdon, der man kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Produktion des MG nehmen will. Für die Design-Verhältnisse bei MG stellt also schon der MGA eine kleine Revolution dar.

Nein, damit sind nicht Antrieb oder Fahrwerk gemeint. Die sind dem MGA doch noch recht ähnlich, obwohl der Wagen jetzt nicht mehr ganz so hart gefedert ist und der Motor wieder einmal leicht vergrößert wurde. Grundlegend anders ist die Karosserie, bei der die für Cabrios nicht ganz einfache Umstellung auf Getriebetunnel und Schweller als tragende Elemente erprobt wird. Auf einen Pressstahl-Rahmen kann ab jetzt verzichtet werden.

Die Form der Karosserie wirkt auf den ersten Blick unverändert britisch, obwohl bei ihrer Entstehung ein von Frua gestylter Prototyp Pate gestanden haben soll. Wer genauer hinschaut, entdeckt seltsame Ecken am Übergang zwischen Scheinwerfern und Kühlergrill. Die stammen angeblich von der Renault Floride/Caravelle, aber der Protest wird von Renault später nicht weiter verfolgt.

Gut ein Jahr vor der Präsentation des MGB sind allerdings die Zeiten für den Automobilabsatz nicht besonders günstig. Besonders der für Großbritannien so wichtige USA-Export schwächelt. Der MGA hat scheinbar seinen Zenit schon überschrittten und man ist gezwungen, Leute zu entlassen. Da kommt der MGB scheinbar rechtzeitig, obwohl er natürlich im ersten Jahr weit hinter den Produktionszahlen des MGAs zurückbleibt.

Das Exportland USA ist auch 'schuld' an dem gestiegenen Komfort. Jetzt muss man sich nicht mehr mit Steckscheiben plagen. Moderne Kurbelfenster erleichtern den Umbau, wenn Regen angesagt ist, obwohl das Verdeck noch immer nicht ganz einfach zu bedienen ist. Fürs Offenfahren bleibt Platz im Gepäckraum und hinter den Sitzen, obwohl sich dort gerade einmal kleinere Kinder aufhalten können. Immerhin aber ist die vordere Spritzwand um 15 Zentimeter nach vorn gewandert.

Am originalsten ist der Wagen übrigens mit silbern glänzenden Stahl-Lochfelgen. Speichen und Weißwandreifen sind eher eine Konzession an den Export. Auf dem Heimatmarkt wird der Wagen wegen des Exports und der langsam anlaufenden Produktion nur langsam sichtbar. Immerhin hat sich der Preis gegenüber dem MGA nur um schlappe 4 Prozent erhöht. Typisch britisch scheint die Genauigkeit, mit der exakt 949 Pfund, 15 Schilling und 9 Pence verlangt werden. 04/13










kfz-tech.de               Seitenanfang               Stichwortverzeichnis
2001-2015 Copyright Programme, Texte, Animationen, Bilder: H. Huppertz - E-Mail

Unsere E-Book-Werbung

Unsere Graphic-Book-Werbung