
Die Firmengründer stammen aus der gleichen Straße in Blackpool (GB), William Lyons und William Walmsley. 'Jaguar' (engl. dschägjua) heißt die Firma erst seit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Der ursprüngliche Name der 1922 gegründeten Firma Swallow Sidecars Company (Schwalbe Motorradbeiwagen) hatte viele edle Wagen verziert, wird aber wegen seiner Verwechslungsmöglichkeit mit Hitlers Schutzstaffel nach dem Zweiten Weltkrieg nicht weiter verwendet. Stattdessen wird ein Modell- zum Firmennamen, aus der Schwalbe wird ein südamerikanisches Raubtier.
Die beiden haben unterschiedliche Begabungen. Walmsley betreibt eine kleine Firma, in der Triumph-Motorräder der Wehrmacht auf zivile Nutzung umgestellt werden. Gleichzeitig bezieht er Beiwagen-Rahmen und rüstet sie mit wunderschönen kleinen Alu-Karosserieen aus. Bevor Lyons einsteigt, produziert er einen pro Woche, danach wird die Produktion auf etwa 10 gesteigert. Aber da sind sie schon in eine wesentlich größere Werkstatt gezogen und haben mit geliehenem Geld die Firma gegründet.
Herausragend ist das Design der Seitenwagen und damit auch die Verkaufszahlen. Ein weiterer Umzug wird 1926 fällig. Zwischen den Weltkriegen geht es den Leuten wieder etwas besser und es entsteht eine gewisse Nachfrage nach Vier- statt Dreirädern, möglichst mit ähnlich aufregendem Styling. So bedient sich die jetzt auch 'Karosseriebau' im Namen führende Firma Swallow des Austin 8, wie halb Europa auch. Da nicht jeder gern mit dem Billigmodell identifiziert werden will, ist der Absatz von zwei- und viersitzigen Sonderkarosserien ab 1927 gesichert.