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| Ford | |
| Motor | Reihen-Vierzylinder |
| Hubraum | 2.884 cm³ |
| Bohrung/Hub | 95/101 mm |
| Leistung | 15/16 kW (20 PS/22 PS) |
| Nenndrehzahl | 1800/min |
| Bauart | Frontmotor mit Heckantrieb |
| Getriebe | Zweigang (Pedalschaltung) |
| Max. Geschwindigkeit | ca. 60 km/h |
| Motordrehzahl bei vmax | 1500/min |
| Erstbaujahr | 1908 |
| Kaufpreis | 1908 $ 850,- 1918 $ 360,- später < $ 300,- |
| Versionen | Zwei- oder Viersitzer Lastwagen usw. |
| Verkaufserfolg | ca. 15,5 Mio. |
Dieser Wagen - auch Tin Lizzy (Blech-Liesel) genannt - hat während seiner Bauzeit sehr stark zur Massenmotorisierung in USA beigetragen. Er wurde - als erstes Auto - in Fließfertigung mit festen Taktzeiten für die Montage einzelner Bauteile hergestellt. Während in Europa wenige Tausend Fahrzeuge auf die Straßen drängten, waren es in Amerika bereits sehr bald nach Beginn des 20. Jahrhunderts Millionen. Das Ford Modell T wurde zwischen 1908 und 1928 in über 15 Millionen Exemplaren gebaut, ein Rekord, den erst viel später der VW Käfer einstellte. Der Preis sank wegen steigender Produktionszahlen und immer größerer Rationalisierung auf etwa ein Drittel. Durch die große Nachfrage konnte Ford seinen Arbeitern fast doppelte Löhne bieten und 1914 die 40-Stunden-Woche einführen, verhinderte allerdings sehr lange Zeit gewerkschaftliche Aktivitäten.
Ein 2,9-Liter-Vierzylinder leistete 15 kW (20 PS) bei 1800/min und hatte fast 100 Nm Drehmoment. Damit wurden knapp 60 km/h erreicht, allerdings zu einem Kraftstoffverbrauch von 12 Liter/100km und mehr. Interessant waren die drei Pedale, wobei das linke für den ersten Gang und das mittlere für den Rückwärtsgang benötigt wurde. Rechts war dann die Bremse. Ein Schalthebel wurde nicht gebraucht, fuhr man doch kurz im ersten Gang an und wechselte dann in den fast ausschließlich benutzten zweiten, bei dem keine Pedalbetätigung nötig war. Dafür wurde die Motordrehzahl über einen Hebel am Lenkrad betätigt.
Es gab also ein Pedal, das zum Wechseln des Ganges nötig war. Dieses musste durch leichte Betätigung in eine Mittelstellung gebracht werden. Dann wurde der auf die Hinterachse wirkende Handbremshebel gelöst. Jetzt das eben erwähnte Pedal niedertreten, wodurch nicht nur der erste Gang geschaltet, sondern auch eingekuppelt wird. Dabei das Gasgeben nicht vergessen. Durch völliges Loslassen des Pedals wird der zweite Gang eingelegt. Fuß- und Handbremse wirkten auf die gleiche Achse, Trommelbremsen vorne gab es nicht. In diesem Punkt ist das Modell T mit heutigen Fahrzeugen absolut unvergleichbar. Da jedoch ein Auto auch nur mit der Hinterachse deutlich besser bremste als eine Kutsche, reichte diese Art der Bremse lange Zeit aus. Erst 1909 wurde die Vierradbremse erfunden. Das Ford-T-Modell erhielt sie bis zu seiner Fertigungseinstellung nicht.
Der Ford T erwies sich zu Beginn seiner Bauzeit als besonders geeignet für die damals noch ungünstigen Wegeverhältnisse in Amerika. Seine Bauart beweist, dass für Geländefahrten nicht unbedingt ein Allrad, aber eine große Bodenfreiheit und viel Drehmoment an den Antriebsrädern nötig sind. Neben den Fertigungsmethoden waren an dem Wagen andere neue Techniken verwirklicht. So brachte die Legierung des Stahls mit Vanadium nicht nur beim Chassis, sondern auch im Karosseriebereich Gewichtsvorteile. Der Motor hatte stehende Ventile, die alle an einer Seite des Motorblocks direkt von der Nockenwelle angetrieben wurden. Ein in einem Stück gegossener Zylinderblock und ein abnehmbarer Zylinderkopf waren zu dieser Zeit nicht selbstverständlich. Die technischen Grundlagen waren so gut, dass aus dem Ford T anfangs auch Rennversionen entstanden. 07/08
2001 - 2011 Copyright für Programme, Texte, Animationen und Bilder: H. Huppertz
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