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1999 Punto
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1967 124 Coupe
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1966 124
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1965 850 Coupe
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1962 1500 GT
1964 1500 C
1962 1500
1960 770
1957 Puch 500
1957 500 Nuova
1957 1200
1955 600/Multipla
1952 8V
1952 1900 B
1949 1100 E
1949 Topolino
1939 508 C
1934 Balilla Sport
1933 Ardita
1932 Balilla
1927 520
1918 52 B
1912 12-15 HP Zero
1908 Mephistopheles
1907 130 HP
1906 110 HP
1903 16/20 HP
1902 24 HP
1901 12 HP
1899 3 1/2 HP


Fiat






Die Fabbrica Italiana Automobili Torino wird 1899 gegründet. Geschickt, die Aneinanderreihung der Anfangsbuchstaben im katholischen Italien eine zusätzliche religiöse Bedeutung zu geben. Fiat ist die dritte Person Singular des lateinischen Verbs 'fieri', was so viel wie 'werden' heißt. Im Alten Testament heißt es in lateinischer Übersetzung der Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1, 3) 'fiat lux', was 'Es werde Licht' bedeutet.

Von Anfang an steht ein Agnelli an der Spitze, ein ehemaliger Kavallerie-Offizier und auch schon Rennfahrer. Agnelli und Fiat sind ebenso verbunden wie Fiat und Turin, jedenfalls in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Agnelli denkt mehr in den Kategorien der industriellen Produktion als der Innovation. Vielleicht lässt dieser Grundgedanke Fiat von ca. 100 Mitbewerbern Anfang des Jahrhunderts am Ende als einzigen italienischen Konzern übrig bleiben.

Wer glaubt, Fiat habe immer nur Kleinwagen gebaut, der wird Lügen gestraft. 1904 gibt es z.B. ein Exemplar mit 12/18 kW (16/24 PS) und das sieht schon wesentlich sportlicher aus. 1906 werden schon über 200 km/h erreicht und 1907 kommt ein Sieg mit einem Rennwagen mit 96 kW (130 PS) beim französischen Grand Prix heraus. In der neuen Welt wird z.B. 1911 ebenfalls der Grand Prix gewonnen. Zwischendurch baut Fiat Benzinmotoren mit bis zu 22 Litern Hubraum. Mindestens 20 Jahre lang wird Fiat erfolgreich an Rennen teilnehmen. 1954 kommen sogar Versuche mit Gasturbinen-Fahrzeugen hinzu.

Früher als alle anderen europäischen Hersteller führt Fiat schon 1919 moderne Fertigungsmethoden ein. Man scheut auch nicht davor zurück, von anderen (z.B. Fiat 501 - Citroen A) abzukupfern. Aber auch Fiat gibt der Autowelt Entwicklungsschübe. So z.B. mit dem Topolino ('kleine Maus') von 1936, damaliges Musterbeispiel für kompakte Bauweise, Einzelradaufhängung vorne und weniger als 5 l/100km Verbrauch. Er hat nur 570 cm³ und seine 10 kW (13 PS) sind gut genug, um zwei Personen mit Gepäck zu befördern. Sein dritter und vierter (!) Gang sind schon synchronisiert. Vielleicht wird hier der Ruf von Fiat als besonders geschickter Kleinwagenbauer begründet. Auf der anderen Seite ist Fiat aber auch in der Lage, z.B. für den amerikanischen Markt den 'Super-Fiat' zu bauen. Der hat 1912 schon 12 Zylinder in V-Form, hängende Ventile und eine von Unterdruck unterstützte Vierradbremse. Allerdings tut sich die Firma auch damals schon bei der Vermarktung großer Autos schwer.
Nach dem Tod von Agnelli gibt es eine Phase, in der Vittorio Valletta das Werk sehr erfolgreich führt. Es folgt der Enkel, der ebenfalls Giovanni Agnelli heißt und mit der Führung bei Fiat sein bis dahin etwas leichteres Leben aufgibt. Die Firma ist bis in die 80er Jahre hinein so erfolgreich, dass sie schließlich die nach Stückzahlen größte Produktionskapazität in Europa hat. Sie verfügt über mehr als 30 Fabriken, manche davon auch über die Kontinente verstreut und hat weit über 150.000 Mitarbeiter(innen). Leider bedeutet Erfolg auch Verantwortung, wodurch fast alle italienischen Produzenten nach und nach unter dem Rock der Mutter Fiat Platz nehmen, Maßnahmen, die deren wirtschaftlichem Erfolg nicht zugute kommen. Der vorletzte Stand der Dinge ist, dass sich General Motors gerade für viel Geld von einer Partnerschaft mit Fiat freigekauft hat. Danach scheint sich die Firma wieder einmal mit erfolgreichen Kleinwagen aus dem Sumpf zu ziehen.

Im Prinzip gibt es bei den kleinen Fahrzeugen eine Heckantriebs- und eine Frontantriebszeit. Zu den heckgetriebenen gehören alle Fahrzeuge von 500, 600, 770 und 850 cm³ Hubraum. Es sind bis auf den Multipla alles Zweitürer und letztere werden durch ein Coupe ergänzt. Noch der Fiat 126 ist von dieser Bauart, aber der größere 128 schon nicht mehr. Er ist ein Fronttriebler mit vier Türen. Von da an werden auch die Kleinwagen mit Frontantrieb gebaut. Die damalige Mittelklasse wird vom 1100er und 1500er gebildet und später durch den 124 und 125 ersetzt. Diese haben natürlich alle vier Türen und werden ebenfalls durch Coupes/Cabrios ergänzt. Die Motoren werden in einem besonderen Fall sogar dem Ferrari-Regal entnommen. Darüber gibt es immer wieder den Versuch eines Oberklasse-Modells (z.B.der 130) mit viel Technik und keineswegs immer schlechter Verarbeitung, aber es hat sich nie gegen die etablierte Konkurrenz auch im eigenen Land durchsetzen können.




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