Geschichte Fiat Barchetta

Indirekter Nachfolger des X 1/9 - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe







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Fiat Barchetta
MotorReihen-Vierzylinder
Hubraum1747 cm³
Bohrung * Hub82 * 82,7 mm
MotorsteuerungDOHC, verstellbar
Ventile4 je Zylinder
GemischbildungMotronic
Tankinhalt50 Liter
Drehmoment164 Nm bei 4300 1/min
Leistung96 kW (131 PS)
Nenndrehzahl6300 1/min
GetriebeFünfgang
BauartQuermotor mit Frontantrieb
LenkungZahnstange
Reifen195/55 R 15
BremseScheiben, innenbelüftet
Radstand2275 mm
Länge3916 mm
Breite1640 mm
Höhe1265 mm
Leergewicht1060 - 1135 kg incl. Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeitca. 190 km/h
Bauzeit1995 - 2005
Kaufpreisca. 21.000 Euro (2004 - D)
ExtrasHardtop, Klimaanlage

Er hat keinen direkten Vorgänger und auch keinen Nachfolger. Er folgt dem 124 Spider mit einer Pause von 10 Jahren. Er bricht auch ein wenig mit der aufregenden Spider-Tradition. Der Beiname Barchetta ('Bötchen') kommt wohl von den Pobacken, an die das kurze Heck erinnert. Vorne wirkt er weniger pummelig, aber so ein richtig emotionsgeladenes Design ist an ihm weniger zu entdecken.
Das muss für die Entwickler auch nicht einfach gewesen sein, einerseits an diese große Vergangenheit anzuknüpfen, andererseits einen Fronttriebler anzukleiden, den es als Spider bei Fiat noch nie gegeben hat. Alles andere war schon da, zuletzt sogar mit dem X 1/9 ein Mittelmotor, bei dem das Styling wohl einfacher und wohl auch gelungener ist. Wenigstens hat der Fiat Barchetta nicht dessen Rostanfälligleit geerbt.
Was bleibt, ist ein praktisches Auto. Das gilt sogar für die Platzverhältnisse zumindest beim Fahren ohne Dach. Mit Kappe drauf kann es für groß gewachsene Leute schon einmal etwas eng werden. Aber z.B. fasst der Kofferraum trotz seiner Kürze zwei Kisten Wasser, was bei den Vorgängern nicht möglich war. Für ein Klappdach ist es in seinem Entstehungszeitraum noch zu früh, aber eine feste Heckscheibe mit Heizdrähten hätte man ihm schon spendieren können.
Dafür entschädigt der in diesem Modell einzig mögliche Motor. Mit Nockenwellenverstellung zieht er gleichmäßig durch und weiß auch im oberen Drehzahlbereich zu überzeugen. Zwischendurch zeigt er sogar dem Frontantrieb seine Grenzen auf. Das ist aber dann auch der einzige leichte Nachteil des Fahrwerks. Die präzise Servolenkung und die ausgezeichnete Straßenlage brauchen sich hinter den Fähigkeiten des Motors nicht zu verstecken.
Leider gibt es gerade in dieser Zeit einen machtvollen Konkurrenten, den Mazda MX 5, der zwar hilft, kleineren Cabrios einen Markt zu eröffnen, aber andererseits eine fast unüberwindliche Konkurrenz darstellt, besonders auch in Richtung Emotion, Zuverlässigkeit und Service.