Supersportwagen bedürfen offensichtlich keiner Beschreibung. Ferrari vertraut beim Prospekt allein auf die Wirkung des Bildes. Auf schwarzem, glänzendem Grund wird ein roter Renner abgebildet, dazu am Anfang noch ein Erinnerungsfoto an den 250 GT Testa Rossa (Zwölfzylinder) von 1958. Der jetzt erheblich größere Wagen mit dem fast gleichen Namen ist aus allen möglichen Blickwinkeln (außer von unten) zu sehen. Hinzu kommt das bei jedem edlen Gefährt gegen Aufpreis erhältliche Gepäckset, maßgeschneidert für den vorhandenen Kofferraum.
Den Motor sieht man von der Seite mit seinen roten Ventildeckeln und von oben mit der Kupplungsglocke und der Kraftübertragung auf das darunter liegende Getriebe mit Achsantrieb. Einer der beiden Zylinderköpfe lässt sich auf seine vier Ventile pro Zylinder blicken und die beiden Nockenwellen erahnen. Die Hinterachse mit den zwei Dämpfern pro Seite ist als Foto und als Bildschirmabdruck aus einem CAD-Konstruktionsprogramm zu sehen. Desgleichen die CAD-Oberfläche der Karosserie in dreidimensionaler Darstellung. Computer helfen mit, so ein Auto zu verkaufen.
Was bleibt, ist eine ganze Seite für je eine wunderschöne Leistungs- und Drehmomentkurve, die offensichtlich auf die Messung ebenfalls mit Computerhilfe hinweisen soll. Sie ist keineswegs so glatt, wie wir es aus Prospekten gewohnt sind. Was natürlich nicht fehlen darf und auch leichter zu übersetzen ist, sind die Motor- und übrigen Fahrzeugdaten. Zur italienischen, englischen und deutschen Sprache ist jetzt die französische hinzugekommen. Offensichtlich konnte auch der Export dorthin angekurbelt werden. 04/07