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Ducati Panigale







Modelle
MotorZweizylinder V-Motor (90°)
Hubraum, (Bohr. * Hub)
Verdichtung
MotorsteuerungDOHC, Kette
Ventile4 je Zylinder, desmodromisch gesteuert
GemischbildungMehrpunkteinspritzung, indirekt
KühlungDruckumlauf Flüssigkeit
Drehmoment
Leistung
BauartMotor quer, Ketten- und Ritzelantrieb
KupplungMehrscheiben, nass, hydraulisch betätigt
GetriebeSechsgang
Aufhängung vornUpsideDown-Teleskopgabel
Aufhängung hintenAluminium-Schwinge
Bremsen vorn2 Scheiben, je vier Kolben in radialen Zangen
Bremsen hinten1 Scheiben, Zange mit einem Kolben
Räder v/h
Radstand1.442/1.437 mm
Länge2.075 mm
Breite810 mm
Höhe1.110 mm
Tankinhalt17 Liter
Leergewicht
Höchstgeschwindigkeit
Kaufpreis
Bauzeit2012-2014
ElektrikLiIo-Batterie


Superquadro = überquadratische Auslegung

Statt der Nummern traditioneller Superbikes von Ducati verwendet man den Namen des Vororts von Bologna, in dem die Firma ihren Sitz hat. Angeblich ist die Panigale das leistungsfähigste Zweizylinder Motorrad der Welt. Mit Sicherheit aber hat die von der 1199 R abgeleitete 1199 Superleggera das geringste Leistungsgewicht in dieser Klasse.


Doch bleiben wir bei der normalen Panigale. Schon der Motor ist kaum als normal zu bezeichnen. Es reicht den Ducati-Ingenieuren offensichtlich die nahezu einzigartige desmodromische Steuerung nicht. Vermutlich als deren Weiterentwicklung werden jetzt auch noch die Ventile drastisch vergrößert. Man muss schließlich nicht auf Federn achten, die diese zurückbefördern.

Was natürlich zu enormen Bohrungen mit vergleichsweise großen Kolben führt. Hinzu kommt eine ungleiche Verteilung der Zündungen, weil beide Pleuel auf einem Kurbelzapfen laufen. Allerdings bleibt die Kolbengeschwindigkeit angesichts der Nenndrehzahl moderat, ähnlich wie in der Formel 1.

Bei den leistungsstärksten Saugmotoren für Sportwagen (Ferrari) sind die 100 kW pro Liter noch nicht erreicht. Bei dieser Ducati befinden wir uns jetzt bei fast 118 bzw. über 125 kW/Liter (Panigale R), ein Zeichen, dass in diesen Superbikes schon mehr Renntechnik als im schärfsten Sportwagen steckt. Und trotzdem müssen die Ventile nur alle 24.000 km nachgestellt werden.

Der Rahmen ist zwar schwarz, aber aus Aluminium. Es gab superteure Varianten mit mehr Magnesium. Und obwohl der Rahmen Lenkkopf und hintere Aufhängung miteinander verbindet, ist der Motor doch in das Stabilitätskonzept einbezogen. Da er flüssigkeitsgekühlt ist, kann der vordere Zylinder dem hinteren mit 27° Abweichung von der Horizontalen ruhig ein wenig im Weg stehen. Durch vorrückenden Motor ergibt sich etwas weniger Radstand.

Bleiben wir beim Motor. Die Kolben laufen in Nikasil-Zylindern, die zwischen Zylinderkopf und Kurbelgehäuse eingeklemmt sind. umgeben von einem leichten Gehäuse für den Wassermantel. Ellipsenförmige Drosselklappen, elektrisch betätigt, dirigieren die Luftmenge. Hier kann die Traktionskontrolle nach Bedarf eingreifen. Je nach Last arbeitet je ein Einspritzventil ober- oder unterhalb der beiden Drosselklappengehäuse.

Schalten ist u.U. auch ohne Betätigung der Kupplung möglich. Dazu erhält zusammen mit der Aktivierung der Gangschaltung das Motorsteuergerät ein Signal, aus dem es erkennen kann, ob rauf oder runter geschaltet werden soll. Es verändert die Last unterschiedlich, aber stets so, dass die Gänge sich auch ohne Kupplung schalten lassen. 03/15


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