Zur Startseite A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Impressum Kontakt


Video auf der Seite

 Geschichte DeLorean DMC-12

DMC DeLorean 1981 - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe





Englische Version

DeLorean DMC-12
MotorV-Sechszylinder
Hubraum, Bohr. * Hub2850 cm³ (91,0 mm * 73,0 mm)
Verdichtung8,8 : 1
GemischbildungBenzineinspritzung
Ventile2 je Zylinder
Leistung96 kW (130 PS) bei 5500/min
BauartHeckmotor längs hinten, Getriebe längs vor Hinterachse
GetriebeManuell-Fünfgang, Automatic-Dreigang
Radaufhaengung vornDoppelquerlenker
Radaufhaengung hintenMultilink
Radstand2.408 mm
Wendekreis10.670 mm
Länge4.267 mm
Breite1.988 mm
Höhe1.140 mm
Tankinhalt52 Liter
Ladevolumen396 Liter
Leergewicht1268 kg + Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeitca. 200 km/h
Baujahr1981 - 1982
Kaufpreis25.000 Dollar

John DeLorean stammt aus kleinen Verhältnissen, hat aber seit seinem Eintritt bei GM, der zu dieser Zeit größten Autofabrik der Welt, eine sagenhafte Karriere bis zum Vizepräsidenten gemacht. Er ist z.B. beim Erscheinen des GTO und des Firebird verantwortlich für Pontiac und später für Chevrolet. Allein sein ausschweifender Lebensstil und seine Arroganz passen wohl ganz und gar nicht zum Stil eines in der Regel sehr konservativen Konzernlenkers. 1975 geht er im Zorn und beschließt, ein eigene Autofabrik zu gründen und es den ehemaligen Kollegen zu zeigen.

Im vom Bürgerkrieg zerrütteten Nordirland mit 25 Prozent Arbeitslosigkeit erhält er fast 100 Mio. Subventionen der britischen Regierung und will noch einmal so viel aus eigenen oder geliehenen Mitteln hinzutun. Als erstes Projekt schwebt ihm ein Sportwagen vor, den er von einem der angesagtesten Designer (Giugiaro) entwickeln lässt. Die so entstehende Form ist es wohl, die Herzen fast überall, aber besonders in USA höher schlagen lässt. Das ursprüngliche Konzept eines Mittelmotor-Sportwagens ist 1975 nicht nur in USA noch absolut angesagt.

Leider wird nichts draus, weil man als Einzelunternehmer mit kleiner Stückzahl nicht auch noch das Triebwerk bauen kann. Und dass Ford nicht einen ehemaligen GM-Mann und eventuellen Konkurrenten beliefert, hätte sich DeLorean eigentlich denken können. So schleppt sich das Projekt trotz Baufortschritt der Fabrik dahin. Auch für einen Entwicklungsauftrag an Porsche wird die Zeit zu knapp. Als Triebwerk findet sich nur der von Peugeot, Renault und Volvo genutzte Motor, wegen Erdöl-Preiskrise von V8 auf V6 gestutzt, daher wohl die 90° Zylinderwinkel.

Weil z.B. im Renault 30 als Frontantrieb verwendet, passt er zusammen mit der Getriebeeinheit auch in den DeLorean, allerdings wegen seiner Höhe angeblich nicht mehr als Mittelmotor. Colin Chapman, der schließlich die Entwicklung übernimmt, konzipiert ihn wegen der Kürze der Zeit als Heckmotor und verbindet ihn mit der Vorderachse mit einem wunderschön anzuschauenden Zentralrohr-Chassis, dass sowohl vorn als auch hinten scherenförmig auseinander läuft. Erstaunlich, dass trotz dieser Innenraum schonenden Bauweise sehr wenig Platz für groß gewachsene Leute auf dem Fahrersitz herrscht.

Porsche 911 wenig teurer, aber besser verarbeitet und viel schneller.

Noch dicker kommt es mit der Motorleistung. Ohnehin für einen Sportwagen besonders knapp, frisst die gerade aufkommende Abgas-Gesetzgebung (mit Kat usw.) so viel von den ohnehin nicht üppigen 96 kW (131 PS), dass am Ende trotz Hubraumerhöhung von 2,7 auf 2,85 Liter nur 95 kW (130 PS) übrig bleiben und die sind diesmal auch noch nach SAE-Norm gemessen. Er soll damit immer noch knapp 200 km/h schnell sein, von artgerechter Beschleunigung kann keine Rede sein.

Erst von Januar 1981 bis Dezember 1982 kommt es zur Produktion von ca. 9000 Fahrzeugen. Er kostet anfangs 25.000 Dollar und später deutlich mehr. Angeblich ist er als besonders langlebig konzipiert, was er seiner Nirosta-Außenhaut verdankt. Alle DeLorean haben also die gleiche Lackierung. Gleichzeitig ist das Material allerdings härter und schwerer zu verarbeiten als normales Stahlblech, wodurch die Verarbeitung zu gleichmäßigen Spaltmaßen leidet. Überhaupt soll es mit der Verarbeitung nicht zum besten gewesen sein.

Zwei Drittel der Wagen sollen noch fahrbereit sein ...

Zwischen Außenhaut und Zentralrohr, was übrigens meistens gar kein Rohr ist, besteht die eigentliche Karosserie aus Glasfaser verstärktem Kunststoff, durch den z.B. die Aufsehen erregenden Flügeltüren leichter zu handhaben sind. Die sind es wohl auch, die dem Wagen immer noch solch eine Aufmerksamkeit verschaffen. Vielleicht auch der Einbau des 'Flux-Kompensators' zwischen beiden Sitzen, der aus dem Sportwagen in der Zeichentrick-Serie 'Back to the Future' eine Zeitmaschine macht. Und das ist bei weitem nicht der einzige Film, in dem der Wagen auftritt.

Seinem Produzenten John DeLorean hat der Wagen jedenfalls kein Glück gebracht. Auf der Suche nach weiteren Finanziers gerät er an Drogen-Dealer und fliegt mit ihnen auf. Vorbei das Luxus-Leben und die Ehe mit Top Model und Schauspielerin Christina Ferrara. John DeLorean stirbt 80-jährig 2005 an einem Gehirnschlag. 01/12





Wiederauferstehung als E-Mobil?



Haben Sie auf dieser Seite einen Fehler entdeckt, klicken Sie auf ...
- Bilder, Animationen, Videos erscheinen nicht,
- Fehler bei der Textgestaltung bzw. Rechtschreibung,
- inhaltliche Fehler, falsche oder verdrehte Darstellung,
- Links im Mittelteil, die zu einer Fehlermeldung führen,
- Formel falsch oder falsch umgestellt (nur bei Formelsammlung),
- Rechnung unbrauchbar, Ergebnis falsch (nur bei Formelsammlung).



kfz-tech.de   Seitenanfang   Stichwortverzeichnis

2001 - 2013 Copyright für Programme, Texte, Animationen und Bilder: H. Huppertz - Email: harald.huppertz@t-online.de

Radwechsel (Sim.)
Kraftstoff sparen
Prüfungen - Tests
Dörfler-Bücher
Formelsammlung
Reisen