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Geschichte - DKW 7



Im Hinblick auf die künftige Automobilproduktion ist die Geschichte der 500er interessanter. Sie hat 1927 einen Zweizylindermotor als Antrieb, natürlich in der für Zweitakter sinnvollen Reihen-Version. Aber dieser ist noch luftgekühlt und erhält erst 1928 durch Austausch von Zyilnder und Kopf eine Wasserkühlung. Dieser Umbau ist sogar nachträglich durchführbar. So wird aus einer 'Z500' eine 'ZSW500' ('S' für Sport).

Knapp 1500 RM sind dafür 1928 fällig. Die jetzt erzeugten 10 kW (14 PS) lassen diesen Antrieb erstmalig als sinnvoll für ein (richtiges) Auto erscheinen. Der Slaby-Wagen hat im Prinzip schon eine Menge Vorarbeit geleistet. Es gibt Stützpunkte in der ganzen Welt, z.B. in einem berühmten Kaufhaus in London. Auch der Vertrieb nach Japan bietet trotz der dortigen Konkurse nach dem Erdbeben von 1923 Möglichkeiten. Natürlich hat die Anzahl der Händler durch den erfolgreichen Motorradvertrieb entscheidend zugenommen.

Nachdem die Fa. Slaby-Beringer aber 1924 in Konkurs geht, übernimmt sie Rasmussen. Als Interimslösung bis zu einem Kleinwagen mit Zweitaktmotor wird eine Droschke mit Elektroantrieb entwickelt und gebaut, für Berlin und die flache Umgebung dort nicht die schlechteste Lösung. So tuckert man mit 3,4 kW (4,6 PS) von einer Batterieladung zur nächsten. Diesmal ist die Bezeichnung 'Der Elektrische W agen'.

Ab 1928 firmiert das Herstellerwerk aber u.a. als Spandauer Automobilfabrik. Jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt zu einem Frontmotor des großen DKW-Motorrades über ein Gewebescheibengelenk und eine lange Kardanwelle zur ohnehin schon angetriebenen Hinterachse und fertig ist der 'P 15', der erste DKW-Wagen, noch mit Hinterradantrieb.

'P 15' heißt der erste DKW, weil man etwas für die Entwicklung des Drehmoments getan hat, für ein Auto noch wichtiger als für ein Motorrad. Der Hubraum beträgt nun 600 cm³, die Leistung steigt aber nur um 0,7 kW (1 PS). Immerhin werden 80 km/h als Höchstgeschwindigkeit angegeben. Die Achsen weisen schon die für spätere Modelle typische Querblattfeder auf.

Um sich leistungsmäßig behaupten zu können, will man bald ebenfalls Vierzylinder anbieten. Da man im Motorrad-Rennbereich recht erfolgreich mit der 500er mit Ladepumpen (25 PS) ist, wächst der V4 zu einer Art V6 wobei die beiden Ladepumpen hierbei als Zylinder gezählt werden. Um es gleich vorweg zu nehmen, der '4=8' ist eine Katastrophe, die DKW eine Menge Ärger bereitet, als sie dann endlich auf dem Markt ist. 06/12

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