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1993 Xantia
1989 XM
1987 AX
1982 BX
1978 LNA
1974 CX
1970 GS
1970 SM
1969 Dyane
1968 Mehari
1961 DS Cabrio
1961 Ami 6
1958 Weltumrundung 2CV
1955 ID 19
1954 Hydropneumatik
1949 2 CV Motor
1949 2 CV
1947 Typ H
1934 Traction Avant
1932 Rosalie
1931 Chenilette
1923 Typ C
1922 5 CV Trefle
1919 Typ A



  Citroën SM Coupé






Citroën Maserati SM
MotorV-Sechszylinder
Hubraum (Bohrung * Hub)2670 cm³ (87,0 mm * 75,0 mm), US: 2995 cm³
Verdichtung9,0 : 1
ZylinderAluminium, nasse Laufbuchsen
Motorsteuerung2 * DOHC (Ketten)
Ventile2 je Zyl., V-förmig angeordnet
GemischaufbereitungDoppelzündung, 3 Weber Doppelvergaser, später D-Jetronic*
KühlungDruckumlauf, 13 Liter
SchmierungDruckumlauf, Hauptstrom-Ölfilter, Ölkühler 7 Liter
Drehmoment231 Nm bei 4000/min
Leistung125 kW (170 PS) bei 5500/min
129 kW (175 PS) bei 5750/min*, USA: 180 HP bei 6250/min
BauartLängs(mittel)motor mit Frontantrieb
GetriebeFünfgang, später wahlweise Dreigang-Automatik
Radstand2.950 mm
Wendekreis10.500 mm
Aufhängung vornQuerlenker
Aufhängung hintenLängslenker
FederungHydropneumatik
Bremsen v/hScheiben, nicht innenbelüftet, Knopf statt Pedal, Zweikreis, automatische Bremskraftverteilung
LenkungZahnstange, Servo, geschwindigkeitsabhängig
HandbremseVorderräder
Reifen195 bzw. 205/70 R 15 V (6")
Länge4.893 mm
Breite1.836 mm
Höhe1.324 mm
DesignRobert Opron
cW-Wert0,32
Tankinhalt90 Liter
Zuladung410 kg
Leergewicht1460 kg + Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeitüber 220 km/h
Bauzeit1970 - 1975
Kaufpreisca. 30.000 DM, US: ca. 12.000 Dollar
Elektrik12 V/ 70 Ah/ 780 W


Das Auto entwickelt sich aus der Zusammenarbeit mit der 1968 übernommenen Firma Maserati. Daher stammt der Motor, der eigentlich ein um zwei Zylinder dezimierter Achtzylinder ist, nicht ganz unproblematisch für die Zündabstände, wenn es bei 90° Zylinderwinkel und zwei Pleueln auf einem Kurbelzapfen bleibt. Ob daher der etwas raue Klang stammt?

Der SM ist ansonsten eines der aufwändigsten Projekte der Zeit. Eine Sportwagenfirma liefert den 4-Nockenwellen-Motor zu einer Limousine, die schon von Haus aus über ein sehr ausgeklügeltes Fahrwerk verfügt. Sportlicher Motor kommt in komfortable und insgesamt nicht leichte Karosserie. Citroën knüpft damit an die Vorkriegszeit mit Bugatti, Delage, Delahaye, Voisin und andere an. Es soll der schnellste Fronttriebler und Frankreichs einziger Sechszylinder seiner Zeit werden.



Die Schwierigkeiten, das alles relativ reparaturfrei am Laufen zu halten, kann man nur ahnen. Immerhin handelt es sich hier wieder einmal um ein typischen Citroën-Produkt, das begeistern und verzweifeln lässt. Hierzu ein auf regelmäßige Wartung unbedingt angewiesener Motor.

Es gehört schon Mut dazu, ein fast fünf Meter langes Oberklasse-Modell mit zwei Türen und großer Heckklappe herauszubringen. Immerhin ist es einigermaßen windschnittig, z.B. durch eine voll(glas)verkleidete Front und zum großen Teil abgedeckte Reifen, wovon die Aerodynamiker immer schon geträumt haben. Eine Hilfe ist hier auch der flache, hinter der Vorderachse angeordnete Motor.

Technische Leckerbissen hat der Wagen genug an Bord. Heute ist die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung Standard, aber hier muss die Regelung mangels Elektronik noch mit einem Fliehkraftregler bewältigt werden. Das Kurvenlicht ist immerhin hydraulisch betätigt. Viele wundervolle Details, die das Fahren mit dem Auto zu einem Erlebnis werden lassen. Schauen Sie sich an, was die US-Zulassungsbehörden an der Front verbrochen haben.



Wenn es denn fährt und nicht riesige Unterhaltskosten verschlingt. Offensichtlich machen die Steuerketten Probleme, wenn sie nicht rechtzeitig nachgestellt werden. Das ist schwierig zwischen Motor und Spritzwand. Von der einer Welle relativ weit oben im V werden jeweils die beiden Nockenwellen einer Zylinderbank angetrieben. Und dazu gehört ein Spannritzel. Der Austausch auch nur einer der Ketten ist nicht ohne Motor- und Getriebeausbau möglich.



Hier haben Sie den SM als Cabrio. Es gibt nur ganz wenige Exemplare, so kompliziert und teuer ist der Umbau. Bild 1 zeigt sogar eine der beiden Staatslimousinen.



Dieser SM ist erfolgreich von einer Paris-Peking Tour zurückgekehrt. Vielleicht noch stärker getestet wird der SM bei der Rallye du Maroc, die er 1971 mit den Fahrern Jean Deschazeaux und Jean Plassard siegreich beendet.



Hier noch ein redesignter SM aus neuer Zeit von der französischen Tuningfirma Parotech. Danach weiß man die ehemalige, klassisch schöne Form erst so richtig zu schätzen. Sie ist eine der letzten Großtaten der Firma Citroën. Schon zur Zeit des SM hatte sich Fiat mit 15 Prozent eingekauft und seit 1976 ist die Firma unter dem Dach der PSA nicht mehr selbstständig. Das fällt zusammen mit der Aufgabe des SM nach der Produktion von ca. 12.000 Einheiten, 2.000 nach USA exportiert. 05/15




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