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  1961 Citroën Ami 6




Citroën Ami 6
MotorBoxer-ZweiZylinder
Hubraum603 cm³
Bohrung * Hub74 * 70 mm
Hauptlager2
Verdichtung7,7/- : 1
ZylinderGG
MotorsteuerungOHV (Stirnräder)
Ventile2 je Zyl., V-förmig angeordnet
GemischaufbereitungEinfachvergaser
Tankinhalt25 Liter
KühlungGebläseluft
Drehmoment41/- Nm bei 2800/-/min
Leistung14/24 kW (19/32 PS)
Nenndrehzahl4500/5750/min
BauartLängsmotor mit Frontantrieb
KupplungTrocken-, optional Fliehkraftkupplung
GetriebeViergang, Krückstockschaltung, 1. Gang unsynchronisiert
Radstand2393 mm
Aufhängung vornLängslenker, geschoben
Aufhängung hintenLängslenker, gezogen
SchwingungsdämpfungTrägheits- und Reibungsdämpfer, ab 1962 Teleskopdämpfer
Bremsen v/hTrommeln, hydraulisch betätigt, vorne innen liegend
Reifen125 R 15 (4")
Michelin X, Stahlgürtel
DesignFlaminio Bertoni
Länge3865 mm
Breite1524 mm
Höhe1485 mm
Leergewicht680 kg + Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeitca. 105 km/h
Kaufpreisca. 5500 DM
Bauzeit1961 - 1968
VariantenViertürige Limousine und später Kombi und Coupe

Urteilen Sie bitte nicht vorschnell über die Form. Zugegeben, das Heck sieht gewöhnungsbedürftig aus, aber objektiv betrachtet hat es Vorteile. Immerhin haben die hinten Sitzenden genügend Kopfraum und Abstand zur Heckscheibe. Und der Kofferraumdeckel geht auch noch prima auf. Das ist wieder so eine typische Citroën-Lösung, bei der unkonventionelles Design am Ende doch Sinn macht. Leider wird sie trotzdem nicht von anderen übernommen, denn der Alltagsnutzen weicht nur zu oft dem Design.

Über die Herkunft des Ami 6 besteht kein Zweifel. Es ist der 2 CV-Unterbau, dessen Motor inzwischen auf 600 cm³ (daher die 6) vergrößert wurde. Nur hat er diesmal eine vollständige Karosserie. Die besonderen Fahreigenschaften sind geblieben, das Motorgeräusch samt der Durchzugsschwäche ebenfalls. Trotzdem, die Franzosen mögen ihn mehr als den R 4 , jedenfalls nach den Zulassungszahlen zu urteilen.

Eines haben alle Citroëns jener Tage gemein: Alle lackierten Außenteile sind in wenigen Minuten demontierbar. Man kann also seinen Kotflügel alleine zum Ausbeulen in die Werkstatt schicken. Ansonsten ist der tägliche Umgang mit dem Auto am Anfang gewöhnungsbedürftig: Das fast kreischende Geräusch beim Anlassen, die häufig nötige hohe Motordrehzahl und die anderen Maßstäbe bei der Verarbeitung sind speziell für deutsche Käufer störend.

Hierzulande vermag dann leider auch das für die Fahrzeugklasse beispiellos komfortable Fahrwerk mit zwar abenteuerlicher, aber doch sicherer Seitenneigung nicht überzeugen. In Frankreich scheint die Krankheit ähnlich der auf Schiffen kein Thema zu sein. Hinzu kommen hohe und damit unsportliche Lenkkräfte und Mut zum Gasgeben. Hat man sich allerdings einmal für den Ami 6 z.B. in der Kombiversion (Break) entschieden, so ist das meist der Beginn einer langen Freundschaft, sofern der Rost nicht übermäßig zuschlägt. 06/08



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