
Der 2 CV ist zwar weltweit das bekannteste Citroen-Produkt, aber sicher nicht ein besonders typisches. Der Name André Citroen steht doch mehr für technische Innovationen, als es die weltberühmte 'Ente' darstellt. Wenn man ihr auch eine Funktion als Wegbereiter geräumiger, preiswerter Autos mit großem Fahrkomfort nicht absprechen kann.
Die Fa. Citroen wird 1914 durch den frisch gebackenen Ingenieur André Citroen gegründet. Der Name stammt übrigens vom Großvater, der in den Niederlanden Obsthändler war. Der immer noch als Firmensymbol verwendete doppelte V-Buchstabe weist auf die erste Entwicklung hin, die Winkelverzahnung einer verbesserten Getriebesynchronisation. 1919, nach einer Zeit anderer Beschäftigung während des Ersten Weltkriegs, kommt das Modell A auf den Markt. Ähnlich wie Henry Ford will André Citroen das Fahrzeug als einziges und mit einer sehr rationellen (Fließ-)Fertigung zu einem konkurrenzlos günstigen Preis anbieten. Obwohl er diesen letztlich nicht halten kann, wird sein Produkt und die folgenden ein großer Erfolg und er zum ersten europäischen Massenhersteller. Doch der Unterschied zu Amerika ist immer noch gewaltig, wenn man die maximal erreichte Tagesproduktion betrachtet (500 zu 9000).
Anders als bei Ford haben bei Citroen die Innovationen fast keine Pause eingelegt. Heute noch berühmt ist die Hydropneumatik. 1921 stellt er das Modell B, 1922 das Modell C vor, das neben seiner gelben Farbe zwei vordere und nur einen hinteren Sitz hat. Es hat einen kleinen 8 kW (11 PS)-Motor und entpuppt sich als das erste Frauenauto. 1924 erscheinen Fahrzeuge mit Vierradbremse und Stahlkarosserie. Das Werk wirbt durch Langstreckenfahrten mit der Zuverlässigkeit seiner Fahrzeuge. Als André Citroen 1935 stirbt, ist das Werk gerade in einer Krise. Der Traction Avant ist Retter und Krisenverstärker zugleich. Das Werk wird von Michelin übernommen. Nach einer wechselvollen Geschichte ist die Firma heute zusammen mit Peugeot Teil des PSA-Konzerns.
| 1878 | André Citroën (* 5. Februar) |
| 1914 | Gründung der Firma |
| 1915 | Granaten für den Ersten Weltkrieg |
| 1918 | Werk durch Kriegsproduktion erheblich gewachsen. |
| 1919 | Produktionsbeginn Typ A (Torpedo) |
| 1919 | Erste Fließbandproduktion in Europa |
| 1920 | Einführung des Austausch-Ersatzteils, 300 Vertragshändler in Frankreich. |
| 1921 | erster Anbieter von Leasing- und Leihwagen. |
| 1921 | 165.000 Wegweisern in Frankreich gestiftet. |
| 1922 | Halbkettenfahrzeuge durchqueren die Sahara. |
| 1923 | Feste Reparaturpreise. Citroën-Modell- und Kinderautos. |
| 1924 | Mit 8 Fahrzeugen quer durch Afrika. |
| 1925 | 280.000 Glühlampen, vier Mal für das Wort "Citroën" auf dem Eiffelturm. |
| 1927 | 13. Monatsgehalts. |
| 1928 | Citroën-Berufsschule. |
| 1929 | Einjährige Garantie auf Neuwagen. |
| 1931 | Paris-Peking mit 35 Fahrzeugen. |
| 1934 | Traction Avant, später Gangsterlimousine genannt. |
| 1934 | Konkurs: Citroën -> Michelin |
| 1935 | André Citroën († 3. Juli) |
| 1947 | Typ H |
| 1955 | DS als Nachfolger des Traction Avant |
| 1957 | Letzer Traction Avant |
| 1975 | Citroën -> Peugeot (PSA-Gruppe) |
| 1990 | Letzter 2 CV |
| Citroen C 1 | |
| Motor | Reihen-DreiZylinder |
| Hubraum | 998 cm³ |
| Drehmoment | 93 Nm bei 3600 1/min |
| Leistung | 50 kW (68 PS) |
| Nenndrehzahl | 6000 1/min |
| Getriebe | Fünfgang |
| Aufhängung vorn | McPherson-Federbeine |
| Aufhängung hinten | Längslenker |
| Bremsen vorne | Scheiben - innenbelüftet |
| Bremsen hinten | Trommelbremsen |
| Reifen | 155/65 R 14 T |
| Leergewicht | 850 kg incl. Fahrer(in) |
| Bauart | Frontantrieb (quer) |
| Tankinhalt | 35 Liter |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 160 km/h |
| Baujahr | ab 2004 |