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  1960 BMW R69 S


MotorbauartBoxer-Zweizylinder
Hubraum (Bohr.* Hub)594 cm³ (72,0 mm * 73,0 mm)
MotorsteuerungOHV, Stößelstangen, Kipphebel
Gemischaufbereitung2 Bing-Vergaser, 26 mm
ZündungMagnet
KühlungFahrtwind
Drehmoment44 Nm
Leistung31 kW (42 PS) bei 7000/min
AntriebViergang, Kardanantrieb
RahmenDoppelschleifen
Radstand1.415 mm
Bremsen v/hTrommeln
Räder v/h3.50 - 18
Länge2.125 mm
Breite722 mm
Höhe980 mm
Leergewichtca. 200 kg
Tankinhalt17 Liter, 24 Liter (Option)
Höchstgeschwindigkeit175 km/h
Baujahr1960 - 1969
Kaufpreisca. 4.000 DM
Produziertüber 11.000

Das Bild oben zeigt die späte US-Ausführung, zu erkennen an der Teleskopgabel vorn und der roten Farbe. In Deutschland war das Motorrad anfangs außer in Schwarz nur noch in Elfenbein lieferbar. Baujahre nach 1962 erkennt man an der Ausbeulung im Motorblock vorn, die einen Schwingungstilger an der Kurbelwelle verdeckt. Ohne diesen hatte es in der ersten Serie vermehrt Motorschäden gegeben. Bei späteren Modellen ermöglicht die Umstellung der Kurbelwelle auf Gleitlagerung deutlich höhere Hubräume und Leistungen.


Die Sitzbank gibt es wahlweise, in USA nur.

Die R 69 S ist das Flaggschiff von BMW und dabei fast so teuer wie ein VW-Käfer. Der wird als Konkurrenz letztlich siegen, weil die Käufer(innen) eine komfortablere Art der Fortbewegung wollen. Dabei empfiehlt sich die R 69 S als etwas verbrauchsgünstigere und deutlich schnellere Alternative. Das verdankt sie nicht nur ihrem leicht stärkeren Motor, sondern vor allem dem viel gelobten Vollschwingen-Fahrwerk und sicheren Rahmen. Auf längeren Strecken schlägt sie sogar manches stärkere Motorrad englischer oder amerikanischer Herkunft.


Die Restaurierung des Motors ist in diesem Fall wirklich nur etwas für Profis. Neben der schon fast standardmäßigen Umstellung auf bleifreies Benzin sind trotz der eigentlich eher bewährten Motorkonstruktion etliche Feinheiten nicht nur bei den Zylinderköpfen, sondern auch im Bereich der Kurbelwelle zu beachten. Die R 69 S gilt in diesem Bereich ein wenig als Diva, besonders die Baujahre vor 1962. Dagegen sind Getriebe und Kardanantrieb eher unproblematisch.

Um die schwierigen Zeiten für BMW Ende der Sechziger zu charakterisieren, begnügen wir uns mit der Erwähnung der legendären Honda 750, die 1968 erscheint. Die Leistung der R 69 S wird inzwischen locker von einer Honda 450 erbracht. Trotzdem entschließt man sich bei BMW nicht zu einer radikalen Lösung. Es bleibt beim Zweizylinder-Boxer mit zentraler Nockenwelle. Viele Details werden jedoch geändert und die Fertigung wandert in ein neues Werk nach Berlin. Immerhin ist BMW trotz damals schwieriger Bedingungen dem Motorradbau treu geblieben. 10/15


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